WAZ: Autoexperte Dudenhöffer: Kanzlerin Merkel blockiert Umstieg auf E-Mobilität

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Der Duisburger Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer
macht die Bundesregierung für die schleppende Entwicklung der
Elektromobilität in Deutschland verantwortlich. Dass Kanzlerin Angela
Merkel (CDU) am Diesel festhalte, sei reine „Wahlkampf-Polemik“.

Der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Freitagausgabe) sagte
der Leiter des CAR-Centers der Universität Duisburg-Essen: „Frau
Merkel will die rund 15 Millionen Dieselfahrer in Deutschland in
Sicherheit wiegen und ihre Wiederwahl sichern. Gleichzeitig
subventioniert sie durch einen verringerten Steuersatz Diesel und
täuscht vor, er sei billig. Damit blockiert sie den Umstieg.“

Dudenhöffer warf der Großen Koalition vor, kein Konzept für den
Weg hin zur Elektromobilität zu haben. „Die Bundesregierung unter
Kanzlerin Merkel hat es versäumt, Benziner und Diesel steuerlich
gleich zu stellen. Die Bevorzugung des Diesels ist eine riesige Hürde
für die Elektromobilität. Zudem waren die bisherigen
Regierungsprogramme wenig strukturiert und ohne Plan. Das gilt auch
für die Ladeinfrastruktur“, kristisierte der Autoprofessor.

Wegen der hohen Nachfrage nach E-Autos in China, von der auch
deutsche Hersteller profitieren wollten, rechnet Dudenhöffer auch
hierzulande bald mit sinkenden Preisen. Der Autoprofessor zur WAZ:
„Die deutschen Konzerne haben Angst, China als Markt zu verlieren.
Deshalb geben sie Gas.“

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
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