WAZ: Der Steuerflucht ein Ende bereiten – Kommentar von Wilfried Goebels zu Steuerfahndung

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Es ist legal, steuerrechtliche Lücken zu nutzen.
Deshalb haben Bücher mit Steuertipps, Lohnsteuervereine und
Steuerberater dauerhaft Hochkonjunktur. Weil der rechtliche Rahmen
aber oft überdehnt wird, müssen Steuerfahnder durchgreifen. Die
Aufdeckung von 5,7 Milliarden Euro Steuerdefizit im Jahr wirft ein
Schlaglicht, welche riesigen Summen am Finanzamt vorbeigeschleust
werden.

Besonders ärgerlich aber ist es, dass internationale Konzerne mit
einer aggressiven Steuergestaltung in Deutschland allenfalls
Minimalsteuern zahlen. Das reißt nicht nur tiefe Löcher in die
Staatskassen, sondern es verzerrt auch den Wettbewerb. Dass die
europäische Politik diesem legalen, aber amoralischen Treiben
zusieht, ist der eigentliche Skandal. Wer Steuergerechtigkeit sichern
will, muss auch Konzerne zur Kasse bitten. Höchste Zeit, dass die
Nischen zur Steuerflucht geschlossen werden.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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