WAZ: Frischer Wind. Kommentar von Wilfried Goebels

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Die „Vergreisung“ in den Lehrerkollegien ist
gestoppt, NRW hat in den vergangenen zehn Jahren trotz leerer Kassen
kräftig in junge Lehrer investiert. Anlass war nicht nur die mächtige
Pensionierungswelle: Mit dem Ganztag, Inklusion und Integration
stehen die Schulen vor gewaltigen Aufgaben. Dafür braucht das System
Lehrkräfte.

Angesichts des Schülerrückgangs aber wird der Einstellungsboom in
den nächsten Jahren abebben. Kleine Klassen, Differenzierung und
individuelle Förderung sind notwendig, müssen aber auch bezahlbar
bleiben. Die nächste Landesregierung wird einen Teil der
Demografiegewinne abschöpfen müssen – egal, wer dann regiert.

Mit dem mühsam errungenen Schulkonsens besteht die Chance auf
einen längeren Schulfrieden. Statt ideologisch vernagelt über
Schulformen zu streiten, muss sich die Politik auf Inhalte
konzentrieren. Hier bietet vor allem der Ausbau des Ganztags
erhebliche Möglichkeiten der gezielten Förderung.

Der ungebremste Zuspruch zum Gymnasium zeigt, dass längst nicht
alle Eltern integrative Schulsysteme befürworten. Gesamtschule,
Sekundar- und Gemeinschaftsschule können deshalb nur ein Angebot
sein.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
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