WAZ: Jüdische Gemeinden fordern Abschiebung antisemitischer Flüchtlinge

Wegen der steigenden Zahl judenfeindlicher
Übergriffe fordern jüdische Gemeinden ein härteres Durchgreifen von
Politik und Polizei. Die Angriffe von muslimischen Zugewanderten
bedeute dabei eine „neue Qualität, die hinzu gekommen ist“, sagte
Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender des Landesverbands Jüdischer
Gemeinden von Nordrhein, der in Essen erscheinenden Westdeutschen
Allgemeinen Zeitung (WAZ, Mittwochausgabe). „Flüchtlinge sind
selbstverständlich willkommen, wenn sie sich an die Spielregeln
halten“, sagte Horowitz. „Wenn sie es nicht tun, müssen Konsequenzen
folgen, die auch Abschiebung bedeuten können.“ Der Staat müsse bereit
sein zu sagen: „Dieser Mensch kann hier nicht bleiben.“ Oded Horowitz
vertritt acht jüdische Gemeinden in NRW mit insgesamt rund
17 000 Mitgliedern.

Laut NRW-Innenministerium ist die Zahl antisemitischer Straftaten
gestiegen. Wurden 2015 noch 270 Straftaten registriert, waren es 2016
insgesamt 297 und im vergangenen Jahr 324. Darunter waren sechs
Gewaltdelikte, der Großteil der angezeigten Taten bezieht sich auf
Volksverhetzung (200). Laut Innenministerium wird die Mehrzahl der
Übergriffe dem politisch rechten Spektrum zugeordnet.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell