WAZ: Minister Schneider fordert „legale Fluchtwege“ für Bootsflüchtlinge

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Vor dem Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs
der EU zur Flüchtlingsproblematik am Donnerstag hat
NRW-Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) eine Kehrtwende in
der europäischen Flüchtlingspolitik gefordert: „Neben dem Ausbau der
Seenotrettung und der Wiederauflage des Programms ,Mare Nostrum–, ist
es wichtig, endlich legale Fluchtwege zu schaffen, damit die Menschen
nicht den gefährlichen Weg über das Mittelmeer nehmen“, sagte
Schneider der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, (WAZ,
Donnerstagausgabe).

Er betonte, er befürworte „ein Visum aus humanitären Gründen“,
ausgestellt durch die Auslandsvertretungen der EU, das es den
Menschen ermögliche, zunächst befristet legal nach Europa zu kommen.
„Nur wenn die EU und ihre Mitgliedsstaaten die geordnete Prüfung der
Ansprüche dieser Menschen übernehmen, bekommen die Menschen eine
faire Chance und werden den gefährlichen Weg nicht länger als einzige
Alternative sehen“, sagte Schneider weiter.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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