Weiß/Pätzold: Jugendarbeitslosigkeit in Europa lässt sich nicht mit mehr Geld bekämpfen

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Strukturelle Anpassungen in den betroffenen Ländern
sind zuallererst notwendig

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben in dieser Woche über
die Programme zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit beraten und
sich darauf verständigt, dass das Abrufen der vorhandenen Mittel
erleichtert werden müsse. Hierzu erklären der Vorsitzende der
Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Weiß, und
der zuständige Berichterstatter für den europäischen Arbeitsmarkt,
Martin Pätzold:

„Die Jugendarbeitslosigkeit in Europa lässt sich nicht allein mit
mehr Geld bekämpfen. Notwendig sind an allererster Stelle
strukturelle Anpassungen in den betroffenen Ländern, um den jungen
Menschen in Europa wieder eine echte Perspektive zu geben.

Bereits heute leistet die Europäische Union mit den vorhandenen
Förderinstrumenten einen großen Beitrag gegen die
Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Insbesondere Deutschland übernimmt
dabei unter anderem mit dem Mobilitätsprogramm der Bundesregierung
europäische Verantwortung und eröffnet vielen arbeitslosen
Jugendlichen vor allem aus südeuropäischen Ländern berufliche
Möglichkeiten.

Leider lässt sich aber feststellen, dass die bereitgestellten
EU-Gelder von den jeweiligen Mitgliedsstaaten nicht vollständig für
die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa abgerufen werden.
Daher muss es jetzt erst einmal darum gehen, dass diese Mittel in den
betroffenen Ländern zielgenau und nachhaltig eingesetzt werden, bevor
eine Debatte über die Bereitstellung weiterer Finanzmittel geführt
wird.

Ein notwendiger Schritt gegen die zu hohe Jugendarbeitslosigkeit
in den EU-Mitgliedstaaten ist die Etablierung des erfolgreichen
Konzepts der dualen Ausbildung vor Ort. Die Regierungen und
Sozialpartner in den europäischen Partnerländern wollen wir daher
auch weiterhin beim Aufbau von dualen Strukturen der
Berufsbildungssysteme unterstützen. Auch dafür sind die Finanzmittel,
die bereitgestellt wurden, hilfreich.“

Pressekontakt:
CDU/CSU – Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
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