Welttag der humanitären Hilfe: Selbstloser Einsatz in Nepal / CBM bildet Betroffene im Erdbebengebiet zur Helferin aus

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Als das Erdbeben Nepal im April 2015 erschüttert,
rettet Bimala Karki gerade noch rechtzeitig sich und ihre kleine
Tochter aus dem einstürzenden Haus. Heute, vier Jahre später, hilft
Bimala selbst Menschen in dem Gebiet, in dem es immer wieder zu
Erdbeben und Überschwemmungen kommt. Sie ist eine der Heldinnen, die
die Christoffel-Blindenmission (CBM) am Welttag der humanitären Hilfe
(19. August) in den Mittelpunkt rückt.

Andere zu unterstützen lag Bimala schon vor dem verheerenden Beben
am Herzen: In ihrem Heimatdorf war sie ehrenamtliche
Gemeindehelferin, eine Art Sozialarbeiterin. Nach der Katastrophe
2015 absolvierte sie zusätzlich ein Training der CBM, das Frauen zu
medizinischen Ersthelferinnen ausbildet. Sie lernte Verletzte zu
versorgen und dabei besonders auf Menschen mit Behinderungen oder mit
Traumata zu achten. Denn sie sind in solchen Krisensituationen meist
besonders schutzlos.

Das Erdbeben hat die zweifache Mutter noch genau vor Augen: “Alles
war voll Staub und Geröll, ich konnte nichts mehr sehen.” Ihr Haus
war völlig zerstört. “Mein Sohn war schon aus dem Haus auf die
Terrasse gesprungen.” Ihre Tochter lag bewusstlos in ihren Armen. Um
sie herum herrschte Chaos, Tausende waren in großer Not.

Langfristige Unterstützung durch Helfer vor Ort

Allein die CBM und ihre Partner unterstützten in den ersten drei
Monaten nach dem Beben 15.000 Menschen bei medizinischen oder
psychologischen Noteinsätzen. “Humanitäre Hilfe braucht aber auch
Wiederaufbau. Indem wir lokale Helfer ausbilden, schaffen wir
gemeinsam mit Menschen wie Bimala Karki langfristige, inklusive
Strukturen zur Unterstützung von Menschen in Not”, erklärt
CBM-Vorstand Dr. Rainer Brockhaus. Sie und die anderen
Ersthelferinnen sind für künftige Katastrophenfälle vorbereitet. “In
Nepal ist das besonders wichtig, weil die ländliche Bevölkerung nur
schwer Zugang zu medizinischer oder psychologischer Versorgung hat.
Außerdem sind Naturkatastrophen dort keine Seltenheit. Deshalb ist es
wichtig, dass die CBM-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort sind”,
so Brockhaus. Wie Bimala, die in dieser Region lebt und für die
Menschen dort da ist. Als Erstanlaufstelle hilft sie heute auch
Kranken oder Verletzten aus ihrem Dorf, aber auch Menschen in weit
abgelegenen Gebieten, wo ihre Unterstützung am nötigsten ist.

Mehr als 110 Jahre Entwicklungshilfe

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den größten und
ältesten Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in
Deutschland. Sie fördert seit mehr als 110 Jahren Menschen mit
Behinderungen in Entwicklungsländern. Die Aufgabe der CBM ist es, das
Leben von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, Behinderungen zu
vermeiden und gesellschaftliche Barrieren abzubauen. Die CBM
unterstützt zurzeit 525 Projekte in 55 Ländern. Weitere Informationen
unter www.cbm.de.

Pressekontakt:
CBM-Pressestelle: Marion Muhalia, Tel.: 06251-131-341,
E-Mail: presse@cbm.de

Original-Content von: Christoffel Blindenmission e.V., übermittelt durch news aktuell

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