Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Nordkorea

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Auf wen hört Kim Jong Un? Das ist zu einer Frage
geworden, die über Leben und Tod entscheiden kann. Dringend wird
jemand gebraucht, der die Lage in und um Nordkorea entschärft. Von
US-amerikanischer Seite ist da bislang wenig zu erwarten. Präsident
Donald Trump hält nach eigenem Bekunden nichts von einer »Sprache der
Beschwichtigung«. So ruft die eine Drohung die nächste hervor, und
auf die eine Provokation folgt eine weitere. Dabei wären
Verhandlungen angebracht. Auch wenn es schwer vorstellbar ist, man
wird auf den Machthaber in Pjöngjang zugehen müssen. Die jüngsten
Raketen- und Bombentests lassen darauf schließen, dass Kim Jong Un
derzeit keine Veranlassung sieht, irgendeinem Druck nachzugeben. Und
er hat leider gute Karten in diesem bösen Spiel. Zu viele Ziele sind
in der Reichweite der nordkoreanischen Streitkräfte, die die USA
nicht werden schützen können, wenn es zum Äußersten kommt.
Abschreckung darf deshalb nur ein Teil der Strategie sein,
internationale Diplomatie gehört auch dazu.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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