Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema USA in Irak

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Es hat lange gedauert, ehe die Verantwortlichen
des Massakers vom Nisour-Platz in Bagdad zur Rechenschaft gezogen
worden sind. Zu lange, denken die betroffenen Familien und viele
Iraker, die nach sieben Jahren ernsthaft daran zweifelten, ob die
US-Justiz den Mördern der unschuldigen Männer, Frauen und Kinder
jemals den Prozess machen wird. Nach den Pannen und Fehlversuchen der
Vergangenheit gab es allen Grund dazu, skeptisch zu bleiben.

Umso wichtiger ist nun der Schuldspruch der Geschworenen in dem
Verfahren gegen vier Blackwater-Söldner. Er ist nicht nur wichtig für
die Angehörigen, sondern auch für die Glaubwürdigkeit der Supermacht.
Die muss sich an anderen Standards messen lassen, wenn sie anderen
ein Vorbild an Rechtsstaatlichkeit sein will. In Irak litt das
Ansehen der Amerikaner unter der brutalen Bluttat ihrer
Privat-Krieger. Die Ereignisse haben sich tief in das Bewusstsein der
Bevölkerung eingegraben. Ob die Blackwater-Killer tatsächlich im
Gefängnis landen, bleibt offen. Die Berufung könnte sich lange
hinziehen und so das Warten auf Recht und Gerechtigkeit verlängern.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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