Westfalenpost: Billig ist oft nicht gerecht

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Fairness kostet Geld. Und da im deutschen
Lebensmittelhandel seit Jahren ein ruinöser Preiskampf tobt, bleiben
die Menschenrechte im globalisierten Produktionsprozess nicht selten
auf der Strecke. Klar, Aldi, Lidl und Co. leisten sich ganze
Abteilungen für Nachhaltigkeit und gute Unternehmensführung; ihr
Einfluss tendiert jedoch dann gegen Null, wenn das gute Gewissen zu
sehr auf Kosten des Gewinns zu gehen droht. Es ist gut, dass die
Hilfsorganisation Oxfam die Probleme anprangert. Denn die deutschen
Discounter verfügen über eine von Milliardenumsätzen getragene
Marktmarkt, mit der sie in den Herstellerländern durchaus Einfluss
auf die Produktionsbedingungen nehmen könnten. Sie müssten es nur
wollen, vielleicht etwas Gewinn verlieren, aber Glaubwürdigkeit
gewinnen. Ein bisschen mehr Druck vom Verbraucher selbst könnte auch
nicht schaden, zumal Lebensmittel in Deutschland vergleichsweise
günstig sind. Super billig und super gerecht – das passt nicht
zusammen. Und das gilt nicht nur für Lebensmittel.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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