3sat-Magazin “makro” zu den wirtschaftlichen und sozialen Krisen Lateinamerikas (FOTO)

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Livesendung
Freitag, 7. Februar 2020, 21.00 Uhr

Geschasste Präsidenten, soziale Unruhen, Polizeigewalt – in vielen Ländern
Lateinamerikas wird darum gerungen, wie der Kontinent seine Wirtschaftskrise
überwinden kann. Die Probleme sind gewaltig. Am Freitag, 7. Februar 2020, 21.00
Uhr, nimmt das 3sat-Wirtschaftsmagazin “makro” in der Ausgabe “Lateinamerika”
die Wirtschaften Lateinamerikas unter die Lupe, beleuchtet Krisenursachen und
stellt zukunftsweisende Projekte vor:

Das vergangene Jahr war für viele Lateinamerikaner von Unruhen geprägt. Bei
Protesten in der Hauptstadt Santiago de Chile starben 2019 mehr als ein Dutzend
Menschen. Aus Widerstand gegen eine Erhöhung der Ticketpreise im Nahverkehr
entwickelte sich ein genereller Protest gegen soziale Ungleichheit.

Die Eruption in Chile steht in einer Reihe mit anderen Protestbewegungen in
Lateinamerika. Sinkende Rohstoffpreise und schwache Wirtschaftsleistung, hohe
Schulden und Hyperinflationen ließen große Bevölkerungsteile Lateinamerikas
verarmen. Linke und rechte Regierungen sind gescheitert. Gebeutelt von Krisen
gingen 2019 Mittelschicht und Jugend auf die Straße. Die Kluft zwischen Arm und
Reich wächst. Viele Menschen fühlen sich abgehängt und sehen keine Perspektive.
In Argentinien beispielsweise leben mehr als 40 Prozent der Bevölkerung unter
der Armutsgrenze, die Inflation liegt bei über 50 Prozent, und an der Börse
verloren die Aktienkurse bis zu Dreiviertel ihres Wertes.

Noch um die Jahrtausendwende waren vielerorts sozialistische Regierungen im Amt
und verteilten die reichlich sprudelnden Einnahmen aus dem Rohstoffboom an
sozial Schwache. Mit dem Ende des Rohstoff-Booms und leeren Staatskassen wendete
sich das Blatt. Auch neoliberale Regierungen konnten den Niedergang nicht
abwenden. Marktwirtschaftliche Konzepte scheinen ebenso diskreditiert wie
sozialistische. Ausgleichende Wirtschaftsreformen wurden verschleppt. Doch genau
die bräuchten Lateinamerikas Unternehmen, um planen und prosperieren zu können.
Denn der Kontinent hat mit seinem Rohstoffreichtum und seiner jungen Bevölkerung
viel zu bieten.

Die Sendung wird moderiert von Eva Schmidt.

Ansprechpartnerin: Maja Tripkovic, Telefon: 06131 – 70-16478;
Presse-Desk, Telefon: 06131 – 70-12108, pressedesk@zdf.de

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