Wenn man sich die Liste der aktuellen Projekte
anschaut, wird deutlich, dass sich die Autobahndirektion Südbayern
vor Arbeit gar nicht mehr retten kann. Marode Brücken müssen saniert
oder neu gebaut werden, Tunnel sind nachzurüsten, überlastete
Autobahnen müssen ausgebaut werden. Drängend ist das Thema Blow-Ups:
Erste Notmaßnahmen sind eingeleitet und die Arbeit ist
brandgefährlich. Immer wieder kommt es an den Baustellen zu schweren
Unfällen. An einer Komplettsanierung führt dennoch kein Weg vorbei.
Um die Autobahnen wieder sicher zu machen, müssen die Bagger und die
Betonmaschinen anrollen – und das nicht erst in ein paar Jahren,
sondern sofort. Weil die betroffenen Autobahnabschnitte 30 oder 40
Jahre alt sind, herrscht höchster Handlungsbedarf. Das Problem ist
erkannt – und trotzdem nicht schnell zu lösen. Offen bleibt immer die
Frage, wieviele Baustellen man den Autofahrern gleichzeitig zumuten
kann. Und wieviele, auch tödliche, Unfälle man in den Baustellen
hinnehmen darf. Eine Lehre ist aus der heiklen Situation auf jeden
Fall zu ziehen: Es darf nie mehr soweit kommen, dass wir unsere
Fernstraßen so herunterschlampen wie in den letzten Jahrzehnten.
Jetzt ist der Schaden so groß, dass er kaum noch zu bewältigen ist.
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