Die nordrhein-westfälische Landesregierung
bezeichnet ihr großzügiges Geldgeschenk an die Leiter von Grund- und
Hauptschulen als „Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung“. Und das
ist es auch. Die Lehrerverbände rieben sich zu Wochenbeginn
verwundert die Augen ob der vorweihnachtlichen Überraschung und
jubelten mit.
Dem schnellen Jubel folgt nun die Ernüchterung. Der Ärger der
Konrektoren ist verständlich, denn ihr Gehaltsabstand zum Chef wächst
um mehrere Hundert Euro. Es dürfte also weiter schwierig bleiben, die
mehr als 1000 offenen Stellvertreterstellen zu besetzen.
Eigentlich wollte die Landesregierung mit ihrem Geldgeschenk in
dieser Woche eines der Hauptprobleme im Schulbereich abräumen. Das
Kalkül: zufriedene Schulleiter und eine große Nachfrage nach den
vielen freien Stellen. Die Opposition hätte im Wahlkampf ein Argument
weniger gehabt. Nun aber rebellieren die Konrektoren, die
Lehrerverbände protestieren, und ein Teil des Problems bleibt
ungelöst. Die Regierung hätte von vornherein die Erwartungen dämpfen
und klar sagen müssen, wem sie eine Gehaltserhöhung gibt und wem
nicht.
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