neues deutschland: SPD-Nachwuchspolitiker Julian Zado: Erneuerung der Berliner SPD nur mit kooperativem Führungsstil

Größere Anstrengungen bei der inhaltlichen und
personellen Erneuerung der Berliner SPD erwartet der zur Parteilinken
zählende Vorsitzende des Kreisverbands Berlin-Mitte, Julian Zado. In
einem Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues
deutschland“ (Freitagsausgabe) erklärte Zado, der auf dem
Landesparteitag Anfang Juni für den Posten als Vize-Vorsitzender
kandidiert, er erwarte von der Parteispitze einen „viel offeneren,
kooperativen Führungsstil“. Vor dem Hintergrund des Rückzugs von
Bildungsstaatssekretär Mark Rackles aus dem Landesvorstand, der zuvor
SPD-Chef Michael Müller scharf kritisiert hatte, stellte sich Julian
Zado hinter Müller, der als Regierender Bürgermeister Berlins die
rot-rot-grüne Regierungskoalition führt. „Die Personaldebatten gingen
in der Partei jetzt lange genug“, sagte der 33-Jährige. „Wir sollten
nach vorne schauen. Ich erwarte aber schon im gesamten Landesvorstand
eine Veränderung und einen viel offeneren, kooperativen Führungsstil.
Das müssen sich alle vornehmen, auch der Landesvorsitzende Michael
Müller. Wir müssen mehr aktivieren und zum Mitmachen anregen. Wir
haben viele Mitglieder, die sich einbringen wollen.“ Die Erneuerung,
die sich die Berliner SPD nach den Wahlen 2016 und 2017 vorgenommen
hatte, sei noch nicht vorangekommen. „Dazu wird eine lebendige und
eigenständige Partei gebraucht, die Themen setzt und vordenkt,
anstatt nur Verwaltungshandeln nachzuvollziehen“, sagte er der
Zeitung. Der Landesvorstand habe hierbei auch die Aufgabe, die Partei
in politische Prozesse einzubeziehen.

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