Mit Blick auf das Populismusbarometer 2018,
erstellt vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) und der Bertelsmann
Stiftung, hat Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) dazu
aufgerufen, das System des Populismus aufzubrechen. „Hass und
Ablehnung brennen sich nachhaltig ein. Sie werden zu einem Teil
unseres Alltags, bis Umdeutungen gar nicht mehr als solche
hinterfragt werden“, sagte Barley der Düsseldorfer „Rheinischen Post“
(Dienstag). „Wir müssen dieses System aufbrechen, indem wir es
hinterfragen und bloßstellen, so wie Populisten versuchen, andere
bloßzustellen“, sagte die Ministerin. Wer mit Worten Grenzen
überschreite, untergrabe stetig und unverhohlen den demokratischen
Grundkonsens. „Das Ganze hat System: Immer wieder werden ganze
Menschengruppen durch Sprachbilder verunglimpft. Mal ist es die
Brechstange, mal nur Nuancen“, sagte die SPD-Politikerin. Die in der
Studie aufgezeigte Entwicklung zeige, wie sich eine Gesellschaft
verändere, wenn Unerhörtes zu oft unwidersprochen bleibt.
„Widerspruch und Engagement sind nicht nur Rechte, sondern auch
Pflichten“, mahnte Barley.
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