Aktuelles Bild- und Videomaterial: PETA-Gründerin Ingrid Newkirk wird vor COACH-Filiale in München „lebendig gehäutet“

Eine große, blutige Wunde klafft auf ihrem Rücken, die abgezogene „Haut“ hängt von ihrem Körper: PETA-Gründerin Ingrid Newkirk wurde heute vor der COACH-Filiale in München „lebendig gehäutet“. Mit der drastischen Aktion machte die 77-Jährige sichtbar, was Leder wirklich ist – die Haut eines fühlenden Individuums. Weitere Aktive konfrontierten die Luxusmodemarke mit der Botschaft „COACH: Leather is someone s skin!“. PETA kritisiert, dass das Unternehmen Produkte aus Leder als „nachhaltig“ bewirbt, und fordert das Unternehmen auf, tierfreie Alternativen zu verwenden.

„COACH verkauft Tierhaut als Luxus – doch die Haut gehört den Tieren, nicht uns. Warum sollte für eine Handtasche oder ein Paar Schuhe ein fühlendes Lebewesen leiden und sterben, wenn es längst wunderbare tierfreie Alternativen gibt?“, so PETA-Gründerin Ingrid Newkirk. „COACH muss endlich aufhören, Tiere für Mode auszubeuten: Leave animals in peace, not in pieces.“

Ingrid Newkirk kennt das Leid hinter Leder aus eigener Anschauung

Bei einer Recherche zur Lederindustrie in Indien dokumentierte die PETA-Gründerin selbst, wie Rinder für die Lederproduktion misshandelt wurden. Unter anderem wurden ihnen die Schwänze gebrochen und Chili in die Augen gerieben, um die erschöpften Tiere zum Weiterlaufen zu zwingen. PETA USA legte diese Beweise diversen Unternehmen vor und forderte sie auf, kein Leder mehr aus Indien oder China zu beziehen. Als sich die US-Modemarke Gap zunächst weigerte, besetzte Ingrid Newkirk gemeinsam mit der Musikerin Chrissie Hynde das Schaufenster des Flagship-Stores in New York. Dort zerriss sie eine Lederjacke und zeigte der Menschenmenge vor dem Geschäft noch sichtbare Peitschenabdrücke auf der Haut. Kurz darauf stellte Gap den Bezug von Leder aus Indien und China ein.

Weitere Video-Enthüllungen (https://www.peta.de/themen/autoleder/) von PETA zeigen, wie die Arbeiter in der brasilianischen Lederindustrie Kälbern mit heißen Brandeisen das Gesicht verbrennen und Rinder mit Elektroschocks quälen.

Auch in Ländern wie Deutschland stehen noch immer viele Rinder in dunklen Ställen in ihren eigenen Fäkalien, teils in der extrem einschränkenden Anbindehaltung (https://www.peta.de/themen/anbindehaltung/). Zugleich nehmen Lebendexporte (https://www.peta.de/themen/tiertransporte/) von Rindern massiv zu. Immer mehr Tiere werden zu weit entfernten Schlachthöfen transportiert. Auf den zum Teil wochenlangen Schiffstransporten leiden viele an Hunger und Durst, bis ihnen häufig ohne Betäubung die Kehle durchtrennt wird.

Tierisches Leder befeuert Klimakatastrophe und Artensterben

Etwa 36 Prozent des weltweiten Waldverlustes werden der Rinderzucht und -haltung zugerechnet, darunter zwei Drittel der gerodeten Flächen des Amazonasgebiets. [1; 2] Wälder sind zur Bewältigung der Klimakatastrophe unverzichtbar, da sie riesige Mengen an Kohlenstoff und Wasser speichern. Insbesondere der Amazonas-Regenwald ist mit rund zehn Prozent aller bekannten Tier- und Pflanzenarten ein wichtiges Refugium der Artenvielfalt. [3] Die Produktion von „Rindsleder“ schadet der Umwelt bis zu 19-mal stärker als pflanzliches Leder und verwendet bis zu 170 verschiedene Chemikalien, darunter Zyanid. [4]

Große Auswahl an tierfreundlichen Alternativen

Neben Kunstleder gibt es zahlreiche plastikfreie Alternativen wie Hanf- oder Pilzleder, die nachhaltiger als die chemisch gegerbte Haut eines getöteten Tieres sind. Bei „PETA-Approved Vegan“ finden sich Marken, die Handtaschen, Schuhe, Kleidung, Accessoires und Möbel aus veganen Materialien anbieten. Weltweit sind über 800 Unternehmen bereits „PETA-Approved Vegan“ und setzen mit tierfreien Produkten, Kollektionen oder einem vollständig veganen Sortiment ein Zeichen gegen Leder, Seide, Wolle, Fell und Federn.

Ingrid Newkirk: Pionierin der Tierrechtsbewegung

Ingrid Newkirk gründete PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) 1980 zusammen mit einer Handvoll unerschrockener Aktivisten. Inzwischen gelten PETA und ihre internationalen Partnerorganisationen mit über zehn Millionen Unterstützenden als größte Tierrechtsorganisation der Welt. PETA Deutschland wird von mehr als 1,5 Millionen Menschen unterstützt. „The Fortune“ hat Newkirk zur „Mother Teresa of Rabbits“ geadelt. Die HBO-Dokumentation „I am an Animal“ erzählt die Geschichte der Autorin von mehreren Büchern, die von „Forbes“ unter die mächtigsten 100 Frauen der Welt gewählt wurde.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus (https://www.peta.de/kampagnen/speziesismus/) ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.

[1] World Resources Institute: Deforestation Linked to Agriculture. Online abrufbar unter: https://research.wri.org/gfr/forest-extent-indicators/deforestation-agriculture (09.10.2026).

[2] PNAS (2020): The origin, supply chain, and deforestation risk of Brazil s beef exports. Online abrufbar unter: https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2003270117#body-ref-r16T (09.10.2026).

[3] Greenpeace: 8 bedrohte Tiere am Amazonas. Online abrufbar unter: https://wald.greenpeace.at/8-bedrohte-tiere-des-amazonas/ (09.10.2026).

[4] Collective Fashion Justice (2023): Under their skin. Leather s impact on the planet. Online abrufbar unter: https://www.collectivefashionjustice.org/under-their-skin (09.10.2026).

Weitere Informationen:

PETA.de/aktiv/Coach-Leder (https://www.peta.de/aktiv/coach-leder/)

PETA.de/Themen/Leder (https://www.peta.de/themen/leder/)

PETA.de/Themen/Leder-Fakten (https://www.peta.de/themen/leder-fakten/)

PETA.de/Themen/Regenwald-Leder (https://www.peta.de/themen/regenwald-leder/)

PETA.de/Themen/Tiertransporte-Leder (http://www.peta.de/tiertransporte-leder)

PETA.de/Veganleben/Veganes-Leder (https://www.peta.de/veganleben/veganes-leder/)

Pressekontakt:

Michelle Beuß, +49 711 860591-348, MichelleBe@peta.de

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