Angst, Belästigung und Gewalt: Was erleben Mädchen und Frauen im Alltag? / Plan International untersucht Sicherheitslage in vier deutschen Großstädten

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Fühlen sich Mädchen und junge Frauen in ihrer Stadt sicher?
Haben sie bereits Erfahrungen mit sexueller Belästigung, Diskriminierung oder
Gewalt gemacht? Um das herauszufinden, startet die Kinderrechtsorganisation Plan
International Deutschland zusammen mit der Agentur Ubilabs die “Safer Cities
Map”. Acht Wochen lang – vom 13. Januar bis 13. März 2020 – werden auf einer
interaktiven Karte Erfahrungen von Mädchen und Frauen gesammelt, die sie in
ihrer Stadt gemacht haben – zunächst exemplarisch in den vier deutschen
Großstädten Hamburg, Berlin, Köln und München.

Auf der Seite www.plan.de/safer-cities-map können sie Orte als sicher oder
unsicher markieren. Das können aufdringliche Kommentare oder Blicke in der Bahn
sein, schlecht beleuchtete Straßen auf dem Heimweg oder einfach ein ungutes
Gefühl beim Joggen im Park. Die Daten werden im Anschluss ausgewertet und Mitte
Juni 2020 in einem Bericht veröffentlicht. Die Ergebnisse sollen zeigen, ob sich
Mädchen und Frauen frei und sicher bewegen können und mit welchen Gefahren sie
im Großstadtleben zu kämpfen haben. Sie bilden gleichzeitig die Grundlage, um
positive Veränderungen in den Städten anzustoßen – zum Beispiel mit Hilfe
wichtiger Entscheidungsträger*innen in Stadtplanung, Architektur oder
öffentlichem Nahverkehr.

Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan International Deutschland: “Jedes
Mädchen und jede Frau hat das Recht, sich in ihrer Stadt frei, sicher und ohne
Angst bewegen zu können. Doch die Realität sieht leider anders aus. Tag für Tag
erfahren Mädchen und junge Frauen auf der ganzen Welt sexuelle Belästigung,
Diskriminierung und Gewalt: auf dem Weg zur Schule, in der Bahn, beim Einkaufen
oder auf dem Spaziergang im Park. Die Safer Cities Map soll dafür sorgen, dass
ihre Stimmen gehört und die Probleme sichtbar werden.”

Eine frühere Befragung von Plan International in den Metropolen Delhi, Sydney,
Kampala, Lima und Madrid hat bereits gezeigt, dass sich ein großer Teil der
Mädchen und jungen Frauen in der Stadt nicht sicher fühlt. Von insgesamt über
21.000 Orts-Markierungen waren fast 80 Prozent negativ. Um den Lebensraum
Großstadt für Mädchen und Frauen sicherer zu machen, hat Plan International 2014
gemeinsam mit UN-Habitat das “Urban Programme – Safer Cities for Girls” ins
Leben gerufen. Aktuell wird das Programm in 12 Ländern durchgeführt, unter
anderem in Ägypten, Indien, Peru, Vietnam, Australien und Spanien.

Pressekontakt:

Plan International Deutschland e.V., Kommunikation, Bramfelder Str.
70, 22305 Hamburg
– Alexandra Tschacher, Leiterin des Presseteams, Tel. 040/607716-278
– Anabela Brandao, Pressereferentin, Tel. 040/607716-146,
presse@plan.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/18591/4490048
OTS: Plan International Deutschland e.V.

Original-Content von: Plan International Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

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