ARD-DeutschlandTrend: Grüne stärkste Kraft, Verluste für Union und SPD

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Die Europawahl Ende Mai endete mit historischen Tiefständen für Union
und SPD, während die Grünen einen Rekordwert erzielten. Auch in der
aktuellen Sonntagsfrage gibt es deutliche Veränderung im Vergleich
zum ARD-DeutschlandTrend im Vormonat. Die Union verliert drei
Prozentpunkte und kommt auf 25 Prozent. Die SPD verliert sechs Punkte
und liegt bei 12 Prozent. Die AfD gewinnt einen Punkt und erreicht 13
Prozent. Die FDP bleibt unverändert bei 8 Prozent, die Linke verliert
zwei Punkte und liegt bei 7 Prozent. Die Grünen gewinnen sechs Punkte
und kommen auf 26 Prozent. Für die Sonntagsfrage im Auftrag der
ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap
von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.500 Wahlberechtigte bundesweit
befragt. Für die Grünen ist das der Spitzenwert im
ARD-DeutschlandTrend; für die SPD ist es der Tiefstwert im
ARD-DeutschlandTrend. Für die Union ist es der Tiefstwert im
DeutschlandTrend für die Tagesthemen; im DeutschlandTrend für das
Morgenmagazin im Oktober 2018 lag die Union bereits einmal bei 25
Prozent.

Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung geht im Vergleich zum
Vormonat ebenfalls deutlich zurück. Aktuell sind 28 der Befragten
sehr zufrieden bzw. zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung (-10
Punkte im Vgl. zu Anfang Mai). Das hat eine Umfrage des
ARD-DeutschlandTrends im Auftrag der ARD-Tagesthemen mit 1.000
Befragten von Montag bis Dienstag dieser Woche ergeben. Drei Viertel
der Befragten (72 Prozent) sind weniger bzw. gar nicht zufrieden mit
der Arbeit der Bundesregierung. Das tiefste Niveau in dieser
Legislatur lag bei 21 Prozent Zufriedenheit (ARD-DeutschlandTrend am
05. Juli 2018).

Mit der Arbeit der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sind aktuell
53 Prozent sehr zufrieden bzw. zufrieden (-2 im Vgl. zum Vormonat).
Außenminister Heiko Maas (SPD) kommt aktuell auf 50 Prozent
Zustimmung (+3). Mit der Arbeit von Finanzminister Olaf Scholz (SPD)
sind 42 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden (+1). 37 Prozent der
Befragten sind mit der Arbeit von Innenminister Horst Seehofer (CSU)
sehr zufrieden bzw. zufrieden (+3). Der Grünen-Vorsitzende Robert
Habeck gewinnt 6 Prozentpunkte und liegt aktuell bei 36 Prozent
Zustimmung. Allerdings kennen ihn 41 Prozent der Befragten nicht oder
können keine Angaben machen. Mit der Arbeit von Gesundheitsminister
Jens Spahn (CDU) sind 36 Prozent der Befragten (+1) zufrieden bzw.
sehr zufrieden; mit der Arbeit des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner
sind es 35 Prozent der Befragten (-3). Die Grünen-Vorsitzende
Annalena Baerbock kommt auf 26 Prozent Zustimmung (+8 im Vgl. zu
Februar 2019). Mit der Arbeit des Gesundheitsministers Hubertus Heil
(SPD) sind aktuell 24 Prozent zufrieden (+2 im Vgl. zu März 2019).
Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer verliert 12
Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat. Aktuell sind 24 Prozent der
Befragten mit ihrer Arbeit zufrieden. Das ist der tiefste Wert, der
im DeutschlandTrend je für sie gemessen wurde. Mit der Arbeit der
Linken-Vorsitzenden Katja Kipping sind 22 Prozent der Befragten
zufrieden bzw. sehr zufrieden (+/- 0 im Vgl. zu August 2018). 43
Prozent der Befragten kennen sie nicht oder können zu ihr keine
Angaben machen. Mit der Arbeit von Alexander Gauland, Partei- und
Fraktionsvorsitzender der AfD, sind 14 Prozent zufrieden bzw. sehr
zufrieden (-3 im Vgl. zum Vormonat).

Befragungsdaten
– Grundgesamtheit: Wahlberechtigte zur Europawahl in
Deutschland
– Fallzahl: 1.000 Befragte; Sonntagsfrage: 1.500 Befragte
– Erhebungszeitraum: 03.06.2019 bis 04.06.2019 ;
Sonntagsfrage:03.06 2019 bis 05.06.2019
– Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)
– Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame
– Schwankungsbreite: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert von 50%

Fragen im Wortlaut:
Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag
Bundestagswahl wäre?

Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit der Bundesregierung?

Jetzt geht es darum, wie zufrieden Sie mit einigen Politikerinnen und
Politikern sind. Wenn Sie jemanden nicht kennen oder nicht beurteilen
können, geben Sie das bitte an.

Fotos finden Sie unter ARD-Foto.de

Pressekontakt:
WDR Kommunikation
Telefon 0221 220 7100
wdrpressedesk@wdr.de

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