Bauindustrie zur Wohnungsbaupolitik: Fertigstellungszahlen deutlich erhöhen – Seriellen Wohnungsbau forcieren

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„Im laufenden Jahr wird die Bauwirtschaft bis zu
320.000 Wohnungen fertigstellen. Auch wenn wir damit die Produktion
seit 2009 mehr als verdoppelt haben, werden wir den Bedarf von
mindestens 350.000 Einheiten weiterhin deutlich verfehlen“. Mit
diesen Worten kommentierte heute in München der Hauptgeschäftsführer
des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, RA Michael Knipper, im
Rahmen einer Pressekonferenz des Fachverbandes vorgehängte
hinterlüftete Fassaden (FVHF) die aktuelle wohnungsbaupolitische
Situation. Er setzt für die Zukunft auf eine stärkere
Industrialisierung der Produktion, um ausreichend bezahlbaren
Wohnraum zu schaffen.

Ein guter Teil der neu auf den Markt kommenden Mietwohnungen sei
in einer Preiskategorie angesiedelt, die für breite Schichten der
Bevölkerung nur schwer erschwinglich sei. Um mehr Wohnungen zu guter
Qualität und auskömmlichen Preisen zu errichten, forderte Knipper
verstärkte Anstrengungen der öffentlichen Hand. Stichworte seien
hier: mehr Bauland, Verdichtung im Bestand, keine weitere Erhöhung
der Grunderwerbsteuersätze, Vereinfachung von Genehmigungs- und
Vergabeverfahren sowie keine weitere Überfrachtung des Wohnungsbaus
mit Normen und Vorschriften.

Aber auch die bauausführende Wirtschaft müsse ihre Hausaufgaben
machen. Knipper: „Wir brauchen eine stärkere Industrialisierung des
Wohnungsbaus und sehen vor allem in einer Forcierung der seriellen
Produktion unseren Beitrag zur Lösung der Probleme.“ Zum einen könne
die stärkere Nutzung vorgefertigter Wand- und Skelettbauteile einen
Beitrag zur Kostenreduzierung leisten, wenn ausreichend große Serien
produziert würden. Einen anderen Lösungsansatz stellten Wohnmodule
dar. Diese würden stationär in Fabrikhallen industriell vorgefertigt
und anschließend zur Baustelle transportiert, wo sie nur noch
montiert werden müssten. Dies sichere zudem äußerst kurze Bauzeiten,
was sich wiederum positiv auf die Finanzierungskosten auswirke.

Knipper: „Seitens der Wohnungswirtschaft besteht jedenfalls großes
Interesse. Kommunale und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen
haben bereits ihre Bereitschaft signalisiert, die serielle Produktion
für ihre Neubauten zu erproben“.

Die konjunkturelle Situation im Bauhauptgewerbe sieht Knipper
weiterhin positiv. „Der Wohnungsbau wird auch im laufenden Jahr
Treiber der baukonjunkturellen Entwicklung bleiben. Mit einem
Umsatzplus von 7 % sorgt er entscheidend dafür, dass der Gesamtumsatz
im Bauhauptgewerbe um 5 % zunehmen wird.“ Damit werde die
Bauwirtschaft auch im laufenden Jahr die Gesamtkonjunktur stützen.

Auch im Internet abrufbar: www.bauindustrie.de

Pressekontakt:
Ansprechpartner: Dr. Heiko Stiepelmann
Funktion: Leiter Kommunikation / Pressesprecher
Tel: 030 – 21286 140, Fax: 030 – 21286 189
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de

Original-Content von: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, übermittelt durch news aktuell

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