Berliner sollen Druck erhöhen / Kommentar von Isabell Jürgens zum Wohnungsbau

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Kurzform: Der Verein “Neue Wege für Berlin” fordert die Hauptstädter ab sofort dazu auf, ihnen bekannte Bauvorhaben, die sich verzögern, zu melden. Das Ziel der Aktion ist klar: Der Druck auf die politisch Verantwortlichen soll erhöht werden. Um den Bürgern die Mitarbeit schmackhaft zu machen, hat der Verein schon einmal die ersten zehn Bauvorhaben, die Berlins Behörden verzögert oder gleich gänzlich versenkt haben, aufgelistet. Es ist ja nie verkehrt, dem Senat in Sachen Wohnungsbau auf die Sprünge zu helfen, zumal schon heute 135.000 Wohnungen in Berlin fehlen, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung selbst errechnet hat. Also liebe Berliner: Wischen Sie das Moos von den Bauschildern in Ihrem Kiez und geben Sie die Informationen fleißig weiter.

Der vollständige Kommentar: Mal ist es der Personalmangel, mal fehlt der politische Wille oder es gibt Abstimmungsschwierigkeiten zwischen den Behörden: Die Gründe, warum es mit dem Wohnungsbau in Berlin oftmals so schleppend vorangeht, sind vielfältig. Der Verein “Neue Wege für Berlin”, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, per Volksinitiative den Berliner Senat zum Bau von jährlich 12.500 Wohnungen zu bewegen, fordert die Hauptstädter ab sofort dazu auf, ihnen bekannte Bauvorhaben, die sich verzögern, zu melden. Egal, ob es sich um fünf oder 5000 Wohneinheiten handelt. In einem sogenannten “Schwarzbuch Wohnungsbau” sollen sämtliche Fälle dann aufgelistet und im Internet öffentlich gemacht werden. Das Ziel der Aktion ist klar: Der Druck auf die politisch Verantwortlichen soll erhöht werden. Um den Bürgern die Mitarbeit schmackhaft zu machen, hat der Verein schon einmal die ersten zehn Bauvorhaben, die Berlins Behörden verzögert oder gleich gänzlich versenkt haben, aufgelistet. Den aufmerksamen Lesern der Berliner Morgenpost werden die meisten dieser Projekte bereits bekannt sein, wie etwa die Elisabeth-Aue oder die Michelangelostraße mit mehreren 1000 Wohnungen. Man darf gespannt sein, welche Vorhaben die Berliner nun aus ihren jeweiligen Nachbarschaften noch beitragen, wächst doch an vielen Stellen der Stadt das Grün bereits so üppig, dass es von der Umweltbehörde schon vom Bau- zum dauerhaft unbebaubaren Waldgrundstück umgewidmet wurde. Es ist ja nie verkehrt, dem Senat in Sachen Wohnungsbau auf die Sprünge zu helfen, zumal schon heute 135.000 Wohnungen in Berlin fehlen, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung selbst errechnet hat. Also liebe Berliner: Wischen Sie das Moos von den Bauschildern in Ihrem Kiez und geben Sie die Informationen fleißig weiter.

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