BerlinTrend: Grüne verlieren, bleiben aber stärkste Kraft

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Wenn am nächsten Sonntag in Berlin ein neues Abgeordnetenhauswahl gewählt würde, hätte die rot-rot-grüne Koalition weiterhin eine Mehrheit. Das geht aus dem BerlinTrend von infratest dimap im Auftrag der rbb-Abendschau und der Berliner Morgenpost hervor.

Mit 23 Prozent bleiben die Grünen auch in der neuesten Umfrage stärkste Kraft, büßen allerdings drei Prozentpunkte ein. Genauso viele Prozentpunkte hinzu gewinnt dagegen die SPD, die nun als drittstärkste Kraft auf 18 Prozent kommt. Unverändert bleiben die Werte für fast alle anderen Parteien: Die CDU liegt mit 22 Prozent weiter an zweiter Stelle, die Linke bleibt bei 15, die FDP bei sechs Prozent. Die AfD verliert um einen Prozentpunkt und kommt jetzt auf neun Prozent. Anders als noch beim BerlinTrend im September, hätte ein grün-schwarzes Bündnis keine Mehrheit. Grüne, SPD und Linke könnten ihr Regierungsbündnis dagegen fortsetzen. Die Regierende Bürgermeisterin würden allerdings in diesem Fall die Grünen stellen.

Deren Spitzenkandidatin Bettina Jarasch schneidet bei der Frage nach der Zufriedenheit mit dem politischen Personal allerdings schlecht ab: Nur zehn Prozent der Befragten zeigen sich zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrer Arbeit, mehrheitlich gibt es unzufriedene Rückmeldungen (14 Prozent). Allerdings ist sie, ebenso wie CDU-Spitzenkandidat Kai Wegner, der mit nur geringfügig besser wegkommt (13 Prozent sind mit ihm zufrieden oder sehr zufrieden), vielen Berlinerinnen und Berlinern unbekannt. SPD-Spitzenkandidatin Giffey steht mit einem Zufriedenheitswert von 46 Prozent deutlich an erster Stelle der Spitzenkandidatinnen und -kandidaten. Nur der Regierende Bürgermeister Michael Müller, ebenfalls SPD, liegt mit 51 Prozent noch darüber. Mit dem Spitzenkandidaten der Linken, Klaus Lederer, zeigen sich 32 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden.

Das Corona-Management des rot-rot-grünen Senats verliert in der Umfrage deutlich an Zustimmung. Mehrheitlich zeigen sich die Befragten weniger (37 Prozent) oder gar nicht zufrieden (19 Prozent) mit der Arbeit der Landesregierung. Im September waren noch 65 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden.

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