CARE zur Dürre am Horn von Afrika: „Eine erneute Hungersnot muss verhindert werden“

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15 Millionen Menschen am Horn von Afrika sind
von einer schweren Hungerkrise bedroht, die sich in einigen Gebieten
Somalias sogar zur höchsten Alarmstufe, einer Hungersnot, ausweiten
könnte, warnt die Hilfsorganisation CARE. „Wir sehen ähnliche
Warnsignale wie 2011, als mehr als 260.000 Menschen während der
damaligen Hungersnot in Somalia starben. Auch damals haben humanitäre
Organisationen Monate vorher gewarnt, dass alle Zeichen auf eine
Katastrophe hindeuten. Jetzt darf auf gar keinen Fall wieder erst
gewartet werden, bis uns die Bilder sterbender Kinder erreichen“, so
Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE Deutschland-Luxemburg.

In Kenia, Somalia und Äthiopien waren die Dürreperioden der
letzten beiden Jahre aufgrund des Wetterphänomens El Nino besonders
heftig. Regenzeiten fielen aus, Ernten wurden vernichtet. „Unsere
Teams berichten, dass sich in Gegenden wie Sool und Sanaag in Somalia
Tierkadaver auf den Straßen stapeln. Viele Familien essen nur noch
eine Mahlzeit am Tag“, so Zentel. Informationen von CARE zeigen, dass
Familien für ihr Vieh weniger als ein Viertel des üblichen Preises
erhalten, während die Ausgaben für Wasser und Nahrungsmittel sich zum
Teil verfünffacht haben. „Familien berichten uns, dass sie all ihr
Vieh und Einkommen verloren haben. Mütter haben jetzt akute Angst,
dass ihre unterernährten Kinder verhungern werden“, so Zentel.

CARE mahnt vor allem die Situation von 680.000 Schwangeren und
stillenden Mütter an. Mangelernährung während der Schwangerschaft und
den ersten beiden Lebensjahren kann schwerwiegende Folgen für die
Gesundheit und Entwicklung des Kindes haben: „Frauen sind von der
Dürre und Nahrungskrise am stärksten betroffen. Sie essen häufig als
letztes, um ihre eigenen Kinder oder ältere Familienangehörige zu
versorgen“, warnt CARE-Generalsekretär Zentel. Auch seien sie in
Somalia diejenigen, die für das Hüten der Tiere und das Wasserholen
zuständig sind. Aufgrund der Dürre legen sie zur nächsten
Wasserstelle immer weitere Distanzen zurück und sind dabei auch
sexueller Gewalt ausgesetzt.

In den letzten Jahren haben Regierungen und Hilfsorganisationen
unter Hochdruck daran gearbeitet, Somalia auf immer wiederkehrende
Naturkatastrophen vorzubereiten. „Die aktuelle Dürre ist die
schwerste seit vielen Jahren. Sie macht viele Entwicklungserfolge
zunichte. Wenn es in den kommenden Monaten nicht regnet, droht
Somalia eine Hungersnot. Wir brauchen jetzt die finanziellen Mittel,
um das zu verhindern“, warnt Zentel.

So hilft CARE:

CARE Somalia hat bisher 259.000 Menschen mit Nothilfemaßnahmen
unterstützt: Sauberes Wasser, Bargeld- und Nahrungsmittelhilfe sowie
Schutzmaßnahmen für Frauen und Mädchen. CARE wird in den kommenden
Monaten weitere 350.000 Menschen aus Somalia mit humanitärer Hilfe
unterstützen. In Äthiopien hat CARE über eine Million Menschen mit
Hilfsmaßnahmen wie Wasser, Nahrung, Saatgut und Bargeldhilfe
erreicht.

ACHTUNG REDAKTIONEN: Die deutschsprachige CARE-Mitarbeiterin Ninja
Taprogge steht in Kenia für Interviews zur Verfügung.

Bitte unterstützen Sie die CARE-Nothilfe mit Ihrer Spende:

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40 BIC: COLSDE33 www.care.de/spenden

Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:
CARE Deutschland-Luxemburg e.V.
Sabine Wilke
Telefon: 0228 / 97563 46
Mobil: 0151 / 147 805 98
E-Mail: wilke@care.de

Original-Content von: CARE Deutschland-Luxemburg e.V., übermittelt durch news aktuell

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