Corona-Krise: IG Metall will betriebsbedingte Kündigungen auf Meyer Werft verhindern

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Corona-Krise: IG Metall will betriebsbedingte Kündigungen auf Meyer Werft verhindern

Bezirksleiter Friedrich: Stellenabbau auf ein Minimum reduzieren – Festangestellte vor Werkverträgen

Osnabrück. Die IG Metall will den Stellenabbau auf der coronageplagten Meyer Werft „auf ein Minimum reduzieren“. Das erklärte Daniel Friedrich, Leiter des IG-Metall-Bezirks Küste, im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Wir wollen keine betriebsbedingten Kündigungen. Da gibt es intelligentere Lösungen wie beispielsweise Altersteilzeit und Ähnliches“, sagte der Gewerkschafter. Zuvor hatten sich Werft-Leitung, Betriebsrat und IG Metall auf ein vorläufiges Sparprogramm geeinigt. Dies umfasst eine Beschäftigungsgarantie bis Ende Juni 2021.

Friedrich betonte, in den nächsten Jahren sei Arbeit da, die erledigt werden müsse – „und zwar von Festangestellten“. Er verwies auf den seiner Aussage nach hohen Anteil an Werkvertragsarbeitern, die derzeit auf der Werft tätig sind, während sich Festangestellte in Kurzarbeit befinden. „In den Kernarbeitsbereichen der Werft muss die Arbeit von Festangestellten erledigt werden. Das Herz der Werft sind ihre Mitarbeiter.“ Die Werft selbst hat 3600 Beschäftigte. Hinzu kommen Tausende Arbeiter unterschiedlichster Subunternehmer.

In den kommenden Wochen soll weiterverhandelt werden, wie es die Werft durch die Corona-Krise schaffen kann. Aufgrund der Pandemie rechnet das auf Kreuzfahrtschiffe spezialisierte Unternehmen in den kommenden Jahren nicht mit neuen Aufträgen und will mehr als eine Milliarde Euro sparen. Gewerkschafter Friedrich sagte der „NOZ“: „Es wird einen intensiven Austausch geben. Details kann ich noch nicht nennen, aber wir brauchen ein Zukunftspaket und Klarheit für die Beschäftigten für die nächsten Jahre.“ Die Werft selbst sei technologisch bestens für die Zeit nach der Krise aufgestellt.

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