Coronavirus und die Auswirkungen auf Geldwährungen

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In erster Linie sind jene Währungen unter Druck geraten, deren Länder wirtschaftlich vom Ölpreis sowie von China abhängig sind. Zu den Verlierern gehören daher die Währungen von Ölexporteuren – und auch der australische Dollar. Das liegt vor allem an der Abhängigkeit zu China. Aber auch der russische Rubel hat gegenüber dem US Dollar 8 Prozent verloren – die norwegische Krone verlor 6 Prozent. Nachdem der Ölpreis Anfang Januar einen Höchststand erreicht hat, folgte ein Einbruch von mehr als 35 Prozent. Das hat vor allem die großen Ölproduzenten – dazu gehören eben Norwegen wie Russland – stark getroffen.  Besonders interessant ist der Umstand, dass der chinesische Yuan jedoch stabil geblieben ist.

Warum der australische Dollar immer mehr unter Druck gerät

Hinter den Wechselkursen steht aber nicht nur die Sorge, wie sich das Coronavirus auf lange Sicht auf die Wirtschaft auswirken kann. Es gibt – und das trotz der Krise – aber noch andere Faktoren, die einen Einfluss auf die jeweiligen Devisenkurse haben. Ebrahim Rahbari, Devisenchef der US Bank Citigroup, glaubt, dass die Schwankungen an den Finanzmärkten nicht so bald aufhören werden. Vor allem Währungen aus Ländern, die besonders stark von Rohstoffen abhängig sind, könnten hier in absehbarer Zeit mit Stabilitätsproblemen zu tun bekommen.

Das beste Beispiel mag hier der australische Dollar sein. Denn Australien ist besonders stark von Rohstoffen abhängig – zudem geht ein Drittel aller Exporte nach China. Dazu gehören etwa Kohle und Eisenerz. Aufgrund der Coronakrise und der somit ausgelösten Konjunktursorgen befinden sich die Rohstoffpreise unter einem extrem starken Druck. Australien gehört zudem auch zu den Top-Reisezielen chinesischer Touristen.

Wie sieht die Zukunft der Kryptowährungen aus?

Neben den klassischen Währungen stellt sich auch die Frage, wie es mit den digitalen Währungen – den sogenannten Kryptowährungen – weitergehen wird. Auch hier gibt es unterschiedliche Prognosen. Vor allem dann, wenn man sich mit dem Bitcoin befasst.

Einige Experten glauben, der Bitcoin könnte demnächst die 100.000 US Dollar-Hürde überspringen. Das Bitcoin Halving, das für Mai 2020 erwartet wird, könnte nämlich einen neuen Höhenflug – inklusive neuem Allzeithoch – auslösen.

Das hätte auch Auswirkungen auf andere Kryptowährungen – so mitunter auf Ripple. Wer glaubt, dass Ripple in absehbarer Zeit eine Kursexplosion erleben wird, sollte einen Ripple Wallet Vergleich anstellen, um sodann das passende digitale Portemonnaie zu finden, damit die erworbenen Coins auch aufbewahrt werden können.

Jedoch ist zu erwähnen, dass Prognosen immer mit Vorsicht zu genießen sind. Da der Kryptomarkt zudem sehr volatil ist, sollte man stets nur frei verfügbares Geld investieren.

Entscheidungen der Notenbanken werden den wohl größten Einfluss haben

Natürlich geht es auch darum, wie jetzt die jeweiligen Notenbanken reagieren werden. Man kann davon ausgehen, dass in vielen Ländern eine Leitzinssenkung vorgenommen werden wird. In der Europäischen Union, in der Schweiz sowie in Japan gibt es hier keinen Spielraum mehr. Innerhalb der Währungsunion beträgt der Zinssatz für Banken -0,5 Prozent – in der Schweiz liegt er sogar bei -0,75 Prozent. In Japan beträgt der Zinssatz -0,1 Prozent.

Kaum zu glauben, dass es aber genau jene Währungen sind, die wohl zu den „Gewinnern“ gehören werden. Denn immer mehr Investoren befinden sich auf der Suche nach den „sicheren Häfen“. Besonders interessant sind hier jene Währungen mit niedrigen Zinsen – denn kommt es zu einem Abschwung, so kann keine starke Lockerung mehr vorgenommen werden. Euro, Yen und Schweizer Franken sind also so gefragt wie schon lange nicht mehr.

Doch bei genauerer Betrachtung stellt man fest, dass es schon einen Grund hat, warum die Bezeichnung Gewinner unter Apostroph gesetzt wurde. Denn seit Anfang des Jahres konnte der US Dollar gegenüber dem Euro zulegen – als jedoch die Unsicherheiten immer größer wurden, begann dieser zu schwächeln. Selbst der Yen hatte immer wieder ein paar schwächere Phasen. Vor allem spielt hier das Wachstum eine entscheidende Rolle – und hier hat Japan durchaus enttäuscht. So schrumpfte im Schlussquartal 2019, also noch vor der Coronakrise, die Wirtschaft um 6,3 Prozent – damit so stark wie zuletzt im Jahr 2014.

Bilder:

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