Das machen Vorbilder anders – zur Diskussionüber Impfberechtigungen

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Die Diskussion kocht, wenn es um die augenscheinlich grassierende Selbstbedienungsmentalität beim Corona-Impfstoff geht. In einigen Einrichtungen scheint dabei schlicht das Gesetz des Stärkeren zu gelten, keineswegs nur in der Lausitz. Wer Verantwortung trägt in Politik, Firmen, Vereinen oder Verbänden, der darf nicht nur das ihm zustehende Gehalt einstreichen, der muss seinen Mitarbeitern und Wählern gegenüber auch moralisch ein Vorbild sein. So erwirbt man sich Autorität. Niemand muss sich über Verdrossenheit und Frust in Internet-Foren wundern, wenn, wer Einfluss hat, öffentlich „Wasser“ predigt und heimlich den „Wein“ genießt.

Es wäre legitim, wenn sich ein Vorgesetzter impfen lässt, wo es im Umfeld diffuse Angst vor der wichtigen Immunisierung aus der Kanüle gibt. Doch dann macht er das nicht heimlich bei Nacht und Nebel, sondern lädt sich formvollendet einen Rundschau-Fotografen ein, um sich als „besonders mutiges Vorbild“ öffentlich ablichten zu lassen.

Ich bin gespannt, wann ich endlich die Geschichte schreiben kann, in der ein einflussreicher Kommunalpolitiker, Geschäftsführer, Krankenhaus- oder Pflegeheimchef mit seinem personengebundenen Dienstwagen noch am Abend losgefahren ist – nicht, um seiner Frau, Freundin oder seinem Spezi, sondern einer Nachtschwester, einer alleinstehenden Hochbetagten aus seiner Nachbarschaft oder seiner zuverlässigsten Pflegeaushilfe noch die letzte übriggebliebene Impfung des Tages zu verschaffen.

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Original-Content von: Lausitzer Rundschau, übermittelt durch news aktuell

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