Datenland Deutschland: Die Geografie der deutschen Tech-Hubs – Talente machen den Unterschied (FOTO)

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– Tech-Hubs als Wohlstandsmagnete: Es besteht eine enge Korrelation
zwischen der örtlichen Anzahl von Technologie-Jobs und dem
Pro-Kopf-Einkommen in den deutschen Städten.
– Der Kampf um die klügsten Köpfe: Städte und Standorte konkurrieren
in der digitalen Ökonomie vor allem um Talente.
– Chancen für Hidden Champions: Neben den großen Metropolen hat sich
auch eine Reihe kleiner Städte als Tech-Hubs etabliert.

Die Möglichkeit, Informationen in Sekundenschnelle um die Welt
schicken und überall abrufen zu können, ist der Kern digitaler
Technologien. Im Gegensatz zu großen Teilen der klassischen Industrie
ist die digitale Ökonomie kaum durch übliche Standortfaktoren wie
Rohstoffvorkommen an bestimmte Regionen gebunden – abgesehen
natürlich von schnellem Internet. Trotzdem neigt die Digitalbranche
dazu, sich an einer relativ kleinen Auswahl von Orten zu sammeln,
Deutschland ist hier keine Ausnahme.

Für die Studienreihe „Datenland Deutschland“ hat sich Deloitte die
deutschen Tech-Hubs genauer angesehen. Dabei geht es neben dem Status
quo auch um das Potenzial der 50 größten Metropolregionen, um sich
künftig als Tech-Standort zu behaupten: Beim Statusindex liegt der
Fokus darauf, welches die aktuell führenden deutschen
Digitalstandorte sind. Die Idee hinter dem Statusindex ist, dass
Städte digital umso wettbewerbsfähiger sind, je stärker die
IKT-Industrie (Informations- und Kommunikationstechnik) als Treiber
der Digitalisierung vertreten ist, wie viele Technologie-Jobs
außerhalb der IKT-Industrie an einem Ort angesiedelt sind und wie
dynamisch die Beschäftigungsentwicklung in diesen beiden Bereichen
ist. Der Potenzialindex zielt dagegen darauf ab, welche
Zukunftsaussichten die deutschen Tech-Hubs haben. Ein wichtiger
Indikator ist hier die Ausbildung: Gibt es gute technische
Universitäten, wie viele MINT-Studierende sind vor Ort und wie
attraktiv sind die Städte für den künftigen Berufseinstieg?

Noch haben die großen Metropolen die Nase vorn

Der mit Abstand wichtigste deutsche Tech-Hub ist die
Metropolregion München. Sie belegt in 11 der 15 Indikatoren den
ersten oder zweiten Platz und führt damit sowohl im Status- wie im
Potenzialindex. „Bemerkenswert an Münchens aktueller Stellung im
Bereich der digitalen Talente ist, dass die Stadt eine sehr hohe
Spezialisierung auf die IKT-Industrie aufweist und gleichzeitig über
die mit Abstand meisten MINT-Berufe in der gesamten städtischen
Wirtschaft verfügt“, sagt Alexander Börsch, Chefökonom bei Deloitte.
„Damit ist München nicht nur im originär digitalen Sektor führend,
sondern auch bei der Digitalisierung der klassischen Sektoren.“
München habe beispielsweise eine höhere absolute Beschäftigung im
IKT-Sektor und bei den MINT-Berufen als das doppelt so große Berlin.
Trotz dieses sehr hohen Levels liege München bei der Dynamik der
MINT-Beschäftigung ebenfalls an der Spitze. Dasselbe gilt für den
Anteil der komplexen MINT-Berufe, die Reputation der Universitäten
sowie die erwartete Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bis 2030.

Berlin, auf dem zweiten Platz im Gesamtranking, liegt auch beim
Statusindex auf dem zweiten Platz; beim Potenzialindex auf dem
dritten. Die Hauptstadt zeichnet sich vor allem bei der Dynamik der
Beschäftigung im IKT-Sektor und in den MINT-Berufen sowie der
absoluten Anzahl der MINT-Studenten aus. Sehr niedrig ist in Berlin
dagegen der Anteil der MINT-Berufe an der Gesamtbeschäftigung. Hier
belegt die Hauptstadt den letzten Platz. Hamburg (Platz 4), Stuttgart
(Platz 5) und Frankfurt am Main (Platz 8) sind die anderen
Metropolen, die es in die Top Ten des Gesamtrankings geschafft haben.

Kleinere Uni- und Forschungsstädte glänzen als Hidden Champions

Noch immer haben vor allem die großen Städte die Nase vorn in der
digitalen Ökonomie. Die Gründe dafür liegen teils auf der Hand: Hier
gibt es die benötigte Infrastruktur und dank entsprechender
Ausbildungsmöglichkeiten und Forschungseinrichtungen auch das
Know-how. Doch es gibt sie, die Hidden Champions: Auf dem dritten
Platz in der Gesamtwertung liegt Darmstadt, das damit die meisten
Großstädte hinter sich lässt. Darmstadt punktet vor allem beim
Potenzialindex und hier besonders beim Anteil der MINT-Studenten und
der Universitäts-Reputation, die Stadt weist aber auch eine hohe
Spezialisierung auf den IKT-Sektor auf.

Auf den Plätzen 6 bis 10 konzentrieren sich weitere Hidden
Champions. Diese kleineren Uni- und Forschungsstädte, zu denen neben
Erlangen, Karlsruhe und Aachen auch Münster und Regensburg gehören,
liegen im Index vor deutlich größeren Städten wie Düsseldorf oder
Leipzig, nicht nur wegen ihrer Stellung im Tech-Hub-Index, sondern
auch als Standort für die Tech-Industrie. Die kleineren Tech-Hubs
schaffen es, entweder bei der Spezialisierung auf den IKT-Sektor
(Karlsruhe) oder bei der MINT-Beschäftigung (Regensburg, Erlangen)
erfolgreich zu sein. Dies kann zum einen Start-up-Aktivität
widerspiegeln, aber auch die regionale Wirtschaftsstruktur mit großen
Unternehmen, die sich bei Spitzenpositionen im Bereich MINT-Berufe
zeigt.

„Die digitale Transformation rückt Technologie ins Zentrum der
Wirtschaft und der Unternehmen“, sagt Nicolai Andersen, Leiter
Innovation bei Deloitte. „Der wichtigste Wettbewerbsfaktor für
Tech-Hubs sind Talente. Die ökonomische Wertschöpfung verlagert sich
weiter in Richtung Entwicklung, also zum Beispiel in den
Software-Bereich. Das macht Innovation noch wertvoller. Wer in der
Branche erfolgreich sein will, braucht innovative Köpfe.“ Der
Wettbewerb um Top-Talente und MINT-Absolventen werde sich weiter
verstärken. „Man kann eindeutig sagen, dass Unternehmen und Kapital
in der digitalen Ökonomie den Talenten folgen“, erklärt Nicolai
Andersen.

Der Mensch im Mittelpunkt der digitalen Ökonomie

Wissen und somit der Mensch werden so immer mehr zum
entscheidenden Produktionsfaktor. Für Unternehmen gilt, dass sie in
den für sie relevanten Ökosystemen vertreten sein müssen, wenn sie
digitale Innovation führend vorantreiben wollen. Will eine Region
Tech-Hub werden oder bleiben, muss sie attraktiv für digitale Talente
sein. Die „kreative Klasse“ ist mobil und wird angezogen durch
städtisches Leben und hohe Lebensqualität. Städte, die dies in
Kombination mit erstklassiger Forschung und Ausbildung bieten, haben
gute Chancen, Innovations-Cluster zu entwickeln.

Diese Tendenz zur Ballung der digitalen Wirtschaft und der
passenden Talente findet nicht nur auf nationaler, sondern auch auf
internationaler Ebene statt. Die Standortkonkurrenz dürfte in Zukunft
damit weniger zwischen deutschen als zwischen internationalen
Tech-Hubs ausgetragen werden. Womit München und Berlin zukünftig vor
allem im Wettbewerb mit Innovationsregionen wie dem Silicon Valley,
Tel Aviv oder Stockholm stehen. Die Internationalisierung der
Innovation bedeutet für Unternehmen, dass sie an den richtigen
Innovationsstandorten in ihrer Branche oder in ihrem Segment –
national wie international – vertreten sein müssen. Innovation in
Ökosystemen heißt auch, dass man sich frühzeitig in diese integrieren
muss, entweder über Kooperationen oder über Vor-Ort-Präsenz.

Und die deutschen Standorte täten gut daran, sich nicht abhängen
zu lassen und den Aufbau internationaler Innovations-Ökosysteme
mitzugestalten: „Ein bemerkenswertes Ergebnis der Studie ist der enge
Zusammenhang zwischen dem Anteil hochqualifizierter technologischer
Jobs in einer Stadt und dem Pro-Kopf-Einkommen“, sagt Dr. Alexander
Börsch. Vereinfacht gesagt, berge der Status einer Stadt oder Region
als Tech-Hub auch ein großes Wohlstandspotenzial.

Die vollständige Studie erhalten Sie hier zum Download:
http://ots.de/FoB5sN

Über Deloitte

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286.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsames Leitbild und
individueller Anspruch zugleich. Deloitte bezieht sich auf Deloitte
Touche Tohmatsu Limited („DTTL“), eine „private company limited by
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Recht), ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen
Unternehmen. DTTL und jedes ihrer Mitgliedsunternehmen sind rechtlich
selbstständig und unabhängig. DTTL (auch „Deloitte Global“ genannt)
erbringt selbst keine Leistungen gegenüber Mandanten. Eine
detailliertere Beschreibung von DTTL und ihren Mitgliedsunternehmen
finden Sie auf http://www.deloitte.com/de/UeberUns.

Pressekontakt:
Kristin Ofer
Content & Media Manager
Tel: +49 89 29036 6691
kofer@deloitte.de

Original-Content von: Deloitte, übermittelt durch news aktuell

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