dena startet Studie zu Stromverteilnetzen / Neue Untersuchung ermittelt Modernisierungsbedarf der deutschen Stromverteilnetze bis 2030

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Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) untersucht
in einer neuen Studie, wie die Stromverteilnetze in Deutschland bis
2015, 2020 und 2030 ausgebaut und weiterentwickelt werden müssen. Im
Zuge des Ausbaus der erneuerbaren Energien und der zunehmenden
dezentralen Stromerzeugung werden die Verteilnetze noch sehr viel
stärker als heute schon Strom aus Solar- und Windkraftanlagen sowie
Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen aufnehmen müssen. Die Verteilnetze in
Deutschland haben eine Länge von insgesamt über 1,6 Millionen
Kilometern und dienen bisher vor allem dazu, Strom zu den
Endverbrauchern zu leiten.

„Die Anforderungen an die Verteilnetze ändern sich grundlegend“,
sagt Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. „Der
dezentral erzeugte Strom wird immer häufiger den regionalen Bedarf
übersteigen. Für diese Einspeisung sind die Netze auf den mittleren
und niederen Spannungsebenen nicht ausgelegt. Gefragt ist ein
strategisches Modernisierungs- und Innovationskonzept mit konkreten
Empfehlungen für die Weiterentwicklung der energiepolitischen und
energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die dena-Verteilnetzstudie
wird dafür den Grundstein legen.“

Die Studie ermittelt den Entwicklungsbedarf für das gesamte
deutsche Stromverteilnetz. Dafür werden die realen Netz-, Erzeugungs-
und Laststrukturdaten am Beispiel von sechs unterschiedlichen
Regionen in Deutschland analysiert. Im Fokus stehen unter anderem die
Integration dezentraler Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und
Kraft-Wärme-Kopplung sowie geeignete Maßnahmen zur Flexibilisierung
der Netze und zur Vermeidung von Netzengpässen. Das Ziel ist es, zu
jeder Zeit eine gleichbleibend hohen Versorgungssicherheit zu
gewährleisten. Die Studie betrachtet außerdem Aspekte wie Planungs-
und Investitionssicherheit für Verteilnetzbetreiber.

Die dena erarbeitet die Studie zusammen mit Verteilnetzbetreibern,
wissenschaftlichen Forschungspartnern und Prüfgutachtern. Um den
Austausch mit einem weiteren Kreis an Stakeholdern und Experten zu
ermöglichen, wird ein Fachbeirat mit Vertretern aus Wirtschaft,
Wissenschaft und Politik alle Schritte der Studienerstellung
begleiten.

Projektpartner: EnBW Regional AG, E.ON Bayern AG, E.ON Edis AG,
E.ON Netz GmbH, ESWE Netz GmbH, EWE Netz GmbH, LEW Verteilnetz GmbH,
N-ERGIE Netz GmbH, Netzgesellschaft mbH Chemnitz, NRM Netzdienste
Rhein-Main GmbH, Rheinische NEZTGesellschaft mbH, RWE Rhein-Ruhr
Verteilnetz GmbH, Städtische Werke Magdeburg GmbH, Thüga AG,
Vattenfall Europe Distribution Berlin GmbH, Wemag Netz GmbH.

Forschungspartner und Prüfgutachter: Univ. Prof. Dr.-Ing. habil.
Christian Rehtanz, Technische Universität Dortmund, Prof. Dr.
Brunekreeft, Jacobs Universität Bremen; Prof. Dr.-Ing. Rolf Witzmann,
Technische Universität München, Prof. Dr.-Ing. Ulrich Wagner,
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Pressekontakt:
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Dr. Philipp Prein,
Chausseestraße 128a, 10115 Berlin
Tel: +49 (0)30 72 61 65-641, Fax: +49 (0)30 72 61 65-699, E-Mail:
presse@dena.de, Internet: www.dena.de

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