Der Tagesspiegel: Ole von Beust: Berliner CDU sollte sich für autofreie Zonen einsetzen

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Der ehemalige Erste Bürgermeister in Hamburg, Ole von Beust
(CDU), soll der Berliner CDU helfen, hauptstadttauglich zu werden. Im Interview
mit dem “Tagesspiegel” (Sonnabendausgabe) sagte von Beust: “Wenn Sie mit Leuten
sprechen, die mit Politik nichts zu tun haben, gilt die Berliner CDU immer noch
als sehr west-berlinerisch und scheint bei den großstädtischen Themen nicht auf
der Höhe der Zeit zu sein.” Die Hauptstadtunion habe ein “schwieriges Image”. Um
erfolgreich zu sein, müsse die CDU auch Themen aufgreifen, die ihr die Menschen
nicht zutrauten. Die Berliner CDU müsse sich deshalb dafür einsetzen, “in
einigen Bereichen eine autofreie Stadt einzurichten.” Die Zeiten, in denen die
CDU “Autofahrer-Partei” sein sollte, seien vorbei. Von Beust sagte dem
“Tagesspiegel”: “Wenn man die Arbeit der Regierung kritisiert, muss man auch ein
Angebot machen, wie es besser geht.” Dass die CDU “gute Antworten” habe, sei in
der Vergangenheit nicht sichtbar genug geworden. Dieses Problem habe die Partei
nun erkannt. Kritik äußerte von Beust an der aktuellen Kommunikation der
Berliner CDU: “Dramatisiertes Politdeutsch täuscht Stärke vor, in Wirklichkeit
sind es nur Worthülsen.” Von Beust ist heute Lobbyist. Er berät die Berliner CDU
ehrenamtlich bei der Gestaltung ihres nächsten Wahlprogramms. Dafür will er mit
der CDU-Landesspitze gemeinsam ein Leitbild für die Stadt entwerfen. Eine eigene
Spitzenkandidatur zur Abgeordnetenhauswahl 2021 schloss von Beust im
“Tagesspiegel”-Interview aus. Zu einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei sagte
der CDU-Politiker, “vernünftig betrachtet könnte es möglich sein, mit der Linken
auf gewissen Ebenen zusammenzuarbeiten. Aber Antikommunismus ist nun mal ein Gen
der CDU.” Auf die Linkspartei zuzugehen, würde die CDU zerreißen.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/ex-hamburger-buergermeister-ole-von-beust-im-
interview-antikommunismus-ist-ein-gen-der-cdu/25207592.html

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