Deutsche Umwelthilfe stellt 135 weitere formale Anträge auf „Pop-up-Radwege Jetzt!“: Städte sollen kurzfristig Straßenflächen zu Radwegen umwidmen

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– Bereits Rückmeldungen von mehr als 80 Kommunen – Kommunalverwaltungen und Gemeinderäte beschäftigen sich vielerorts mit den Anträgen der DUH auf kurzfristige Einrichtung von Pop-up-Radwegen, verbesserten Fußwegen und weiteren Tempo-30-Straßen und -Zonen
– Seit Ende Januar sind bei der DUH bereits über 1.200 Vorschläge für die Einrichtung von Pop-up-Radwegen eingegangen
– DUH-Geschäftsführer Resch ruft dazu auf, unter www.duh.de/pop-up-radwege-jetzt weitere Städte und Gemeinden zu nennen, in denen die DUH formale Anträge für die Einrichtung neuer Pop-up-Radwege noch in 2021 stellen soll

Berlin (ots) – In 135 weiteren Städten hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) formale Anträge auf kurzfristig umzusetzende Radwege verschickt. In den Anträgen fordert die DUH Autospuren in Pop-up-Radwege und verkehrsberuhigte Straßen umzuwidmen sowie Tempo 30 innerorts einzuführen. Bereits Ende Januar hatte die DUH formale Anträge in 101 Städten gestellt. Darüber hinaus hat der Umwelt- und Verbraucherschutzverband die Menschen aufgerufen, Städte und Gemeinden zu nennen, in denen die DUH formale Anträge stellen soll. Diesem Aufruf sind bereits zahlreiche Menschen mit über 1.200 Vorschlägen gefolgt. Die DUH hat damit in nunmehr 236 Städten Anträge gestellt. Bereits mehr als 80 Kommunen haben sich zurückgemeldet.

Die DUH ruft alle unter der Blechlawine leidenden Mitmenschen dazu auf, unter www.duh.de/pop-up-radwege-jetzt weitere Städte und Gemeinden zu nennen, in denen schnellstmöglich Pop-up-Radwege und auch Fußwege und Tempo 30 eingeführt werden sollen. Die neu verschickten Anträge richten sich an Kommunen, die die DUH von Bürgerinnen und Bürger genannt bekommen hatte.

Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Die überwältigende Rückmeldung und die eingegangenen zahlreichen Vorschläge zeigen uns, dass die Menschen einen besseren Schutz für Fußgänger und Fahrradfahrer und eine Zurückdrängung des Autos in unseren Städten fordern. Obwohl immer mehr Radfahrerinnen und Radfahrer auf den Straßen unterwegs sind, existieren in den meisten deutschen Städten keine ausreichend breiten, baulich abgegrenzten, geschützten Fahrradwege. Dass es auch anders geht, zeigen uns die Niederlande und Dänemark. Mit unserer Aktion „Pop-up-Radwege Jetzt!“ möchten wir kurzfristig die Radwege verdoppeln und die Zahl der Pkw halbieren. Bonn, Lemgo und Leverkusen haben beispielsweise bereits die jeweiligen Anträge auf die Tagesordnung der zuständigen Ausschüsse gesetzt.“

Bisher dauert es bis zu zehn Jahre von ersten Planungen bis zur tatsächlichen Einrichtung neuer Radwege. Seit vergangenem Jahr setzt sich die DUH nun für die Möglichkeit kurzfristig umsetzbarer Pop-up-Radwege ein. Berlin – aber auch einige weitere Städte – haben vorgemacht, dass es tatsächlich möglich ist, innerhalb weniger Wochen oder Monate Verkehrsflächen umzuwidmen – von der Autostraße hin zum gesicherten Fahrradweg. Dieses schnelle Tempo bei der Mobilitätswende muss zum Standard werden.

Da die Autolobby im vergangenen Jahr Sturm gegen die DUH-Aktion für Pop-up-Radwege gelaufen ist und den Gemeinden gegenüber behauptet hat, diese seien rechtlich so nicht umsetzbar, hat die DUH ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, mit dem die Städte und Gemeinden aufgezeigt bekommen, wie Pop-up-Radwege und umfassende Tempo-30-Zonen innerstädtisch rechtssicher umgesetzt werden können. Das Gutachten der Kanzlei Geulen & Klinger bestätigt, dass dieses erstmals im Rahmen der Corona-Pandemie erprobte Vorgehen auch unabhängig von infektionsschutzrechtlichen Erwägungen zulässig ist.

Hintergrund:

Auflistung aller Städte und Gemeinden, in denen die DUH formale Anträge Ende Januar bzw. aktuell Anfang Februar 2021 gestellt hat:

– Baden-Württemberg: NEU: Aalen, Baden-Baden, Friedrichshafen, Lindau (Bodensee), Mannheim, Metzingen, Offenburg, Ostfildern, Pforzheim, Ravensburg, Schwäbisch Hall, Tübingen, Überlingen, Ulm, Villingen-Schwenningen, Weil am Rhein, Weinheim; ENDE JANUAR: Backnang, Bühl, Esslingen am Neckar, Freiburg, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Konstanz, Lörrach, Ludwigsburg, Marbach am Neckar, Radolfzell am Bodensee, Reutlingen, Stuttgart
– Bayern: NEU: Amberg, Ansbach, Aschaffenburg, Augsburg, Bamberg, Bayreuth, Coburg, Deggendorf, Freising, Hersbruck, Hof, Ingolstadt, Kaufbeuren, Kempten (Allgäu), Kulmbach, Landshut, Memmingen, Neuburg an der Donau, Neutraubling, Neu-Ulm, Olching, Rosenheim, Schwabach, Schweinfurt, Straubing, Traunstein, Vaterstetten, Weiden i.d.Opf., Weilheim, Weßling, Wolnzach; ENDE JANUAR: Fürth, Nürnberg, Passau, Regensburg, Würzburg, Erlangen, Haar, München, Pfaffenhofen a. d. Ilm, Poing, Röthenbach a.d.Pegnitz, Wolfratshausen, Wörthsee, Zorneding
– Berlin: ENDE JANUAR
– Brandenburg: NEU: Brandenburg an der Havel, Cottbus; ENDE JANUAR: Eichwalde, Frankfurt (Oder), Potsdam
– Bremen: NEU: Bremen, Bremerhaven
– Hamburg: ENDE JANUAR
– Hessen: NEU: Alsfeld, Bad Homburg v. d. Höhe, Bad Vilbel, Dietzenbach, Fulda, Gießen, Kassel, Mörfelden-Walldorf, Oberursel (Taunus), Rodgau; ENDE JANUAR: Darmstadt, Frankfurt am Main, Limburg a. d. Lahn, Offenbach, Bad Hersfeld, Brachttal, Marburg, Rüsselsheim am Main, Wiesbaden
– Mecklenburg-Vorpommern: NEU: Neubrandenburg, Schwerin, Stralsund, Wismar; ENDE JANUAR: Greifswald, Ludwigslust, Rostock
– Niedersachsen: NEU: Braunschweig, Celle, Cuxhaven, Delmenhorst, Emden, Göttingen, Hildesheim, Lüneburg, Rotenburg (Wümme), Salzgitter, Stade, Wilhelmshaven, Wolfsburg; ENDE JANUAR: Hannover, Oldenburg, Osnabrück
– Nordrhein-Westfalen: NEU: Bad Honnef, Bergisch Gladbach, Bottrop, Datteln, Detmold, Duisburg, Gronau, Gütersloh, Hattingen, Hilden, Kempen, Krefeld, Lemgo, Lüdenscheid, Lünen, Moers, Mönchengladbach, Neuss, Ratingen, Recklinghausen, Remscheid, Rheinberg, Schwerte, Siegen, Solingen, Velbert, Wesel, Witten; ENDE JANUAR: Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Dortmund, Drensteinfurt, Düren, Kreis Düren, Düsseldorf, Engelskirchen, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hagen, Hamm, Hennef, Herford, Herne, Herzogenrath, Horstmar, Kamen, Kleve, Köln, Leverkusen, Lippstadt, Marl, Mülheim an der Ruhr, Münster, Neukirchen-Vluyn, Oberhausen, Paderborn, Stolberg (Rhld.), Telgte, Tönisvorst, Voerde, Warstein, Wuppertal
– Rheinland-Pfalz: NEU: Annweiler am Trifels, Frankenthal, Kaiserslautern, Ludwigshafen, Neustadt an der Weinstraße, Pirmasens, Worms, Zweibrücken; ENDE JANUAR: Koblenz, Landau, Mainz, Speyer, Trier
– Saarland: NEU: Lebach; ENDE JANUAR: Saarbrücken
– Sachsen: NEU: Chemnitz, Dresden, Görlitz, Hoyerswerda, Plauen, Radebeul, Zwickau; ENDE JANUAR: Leipzig
– Sachsen-Anhalt: NEU: Dessau-Roßlau, Magdeburg; ENDE JANUAR: Halle (Saale)
– Schleswig-Holstein: NEU: Eckernförde, Flensburg, Henstedt-Ulzburg, Rendsburg, Schleswig; ENDE JANUAR: Bad Segeberg, Eutin, Fehmarn, Kiel, Lübeck, Neumünster, Wedel
– Thüringen: NEU: Eisenach, Erfurt, Gera, Suhl, Weimar; ENDE JANUAR: Jena

Links:

– Stadt für „Pop-up Radwege Jetzt!“ vorschlagen: www.duh.de/pop-up-radwege-jetzt
– Das Rechtsgutachten und eine Zusammenfassung des Gutachtens finden Sie unter: http://l.duh.de/p210107

Pressekontakt:

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer
0171 3649170, resch@duh.de

DUH-Pressestelle:

Matthias Walter, Marlen Bachmann, Thomas Grafe
030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe,
www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

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