Die EU ist in Idlib gefordert

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Die Trupps des syrischen Diktators Baschar al-Assad und
russische Bomber haben eine Million Menschen zur Flucht gedrängt – 80 Prozent
von ihnen sind Frauen und Kinder. Sie harren hinter der türkischen Grenze aus,
unter erbarmungswürdigen Bedingungen. Ihre letzte Hoffnung gilt jenen
Kriegsherren, die großes Leid über die Region gebracht haben: Die Präsidenten
Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan haben erneut einen Waffenstillstand für
Idlib vereinbart. Bisher folgten auf Waffenruhen noch heftigere Kämpfe als
zuvor. Weil die Geflüchteten wohl nicht mehr nach Idlib zurückkehren, müssen sie
in ihrem Provisorium verharren. Russland und die Türkei haben einen Korridor
abgesteckt, über den Hilfe zu den Menschen gelangen können soll. Europa und die
USA müssen darauf pochen, dass dieser Teil des Deals eingehalten wird. Sie
müssen ihre Forderung nach Hilfe für die Vertriebenen mit wirtschaftlichem Druck
unterlegen und sich bei der Versorgung der Notleidenden stärker als bisher
einbringen.

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Frankfurter Rundschau
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