Die Stuttgarter macht sich stark für die Vorsorge: Neue Kalkulation sichert Attraktivität und Fortbestehen der privaten Lebens- und Rentenversicherung

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– Umsetzung neuer Provisions- und Courtagemodelle im Sinne des
LVRG alternativlos
– Unterstelltes Profitstreben der Versicherer und Provisionen
Hauptgründe für schlechtes Image der Branche
– Vertrauen stärken – Initiative gegen Altersarmut in Deutschland

Der Gesetzgeber hat den zukünftigen Rechnungszins abgesenkt und
die in der Kalkulation maximal mögliche Zillmerung von 40 auf 25
Promille reduziert. Diese Vorgaben setzt die Stuttgarter
Lebensversicherung a.G. dem Gesetz entsprechend in ihrer Kalkulation
ab 01.01.2015 um. Damit fällt die einmalige
Vermittlungsprovision/Courtage bei Abschluss des Vertrages niedriger
aus als bisher. Die laufende Provision ist jedoch deutlich höher. Sie
wird ausgewogen auf die gesamte Laufzeit des Vertrages verteilt.
Darüber hinaus werden auch die übrigen Kosten neu kalkuliert. So sind
trotz Niedrigzinsphase weiterhin faire Rückkaufswerte in den ersten
Vertragsjahren für den Kunden möglich. Insgesamt bleibt die
klassische Lebens- und Rentenversicherung attraktiv, weil sich das
Produkt auch mit einem Garantiezins von 1,25 Prozent für den Kunden
rechnet. Schließlich honoriert diese neue Kalkulation eine qualitativ
hochwertige, auf Langfristigkeit angelegte Betreuung der Kunden –
eine zentrale Forderung des Gesetzgebers und ein Hebel, mit dem die
Branche verlorenes Vertrauen zurückgewinnen kann.

Umsetzung neuer Provisions- und Courtagemodelle im Sinne des LVRG
alternativlos

Die Senkung des Höchstzillmersatzes durch den Gesetzgeber im
Rahmen des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) zielt auf eine
Erhöhung der Bestandsprovisionen zulasten der Abschlussprovisionen.
Damit soll die laufende Betreuung der Kunden verbessert werden. Ralf
Berndt, Vorstand Vertrieb und Marketing, erklärt: „Die Umsetzung
dieser Anforderung ist alternativlos. Es gilt, diesen letzten
Warnschuss des Gesetzgebers zu hören, sonst droht der
Lebensversicherungsbranche eine gesetzliche Provisionsdeckelung, ein
Provisionsverbot oder die Einführung eines Staatsfonds wie in
Skandinavien. Das wäre der Tod der privaten Lebens- und
Rentenversicherung in Deutschland.“ Der Vertriebschef schließt nicht
aus, dass Marktteilnehmer trotzdem – aus welchen Gründen auch immer –
am bisherigen Vergütungsmodell festhalten, und betont: „Die hierdurch
entstehenden Kosten gehen zulasten der Kunden. Die vom Gesetzgeber
vorgesehene Entlastung der Kunden von den Abschlusskosten bleibt also
aus. Dieses Vorgehen halten wir für falsch und verantwortungslos. Wer
so agiert, provoziert ein noch härteres Eingreifen durch den
Gesetzgeber, riskiert die Existenz der Branche und der Vermittler.“

Drohende Altersarmut in Deutschland

Gerade jetzt sind die privaten Lebens- und Rentenversicherer
gefragt. Die demografische Entwick¬lung führt zwangsläufig und
unumkehrbar zu einer immer geringeren Leistungsfähigkeit der
gesetzlichen Versorgung. Bei sinkender Geburtenrate steigt die
Lebenserwartung.(1) 1960 kamen fünf Arbeitnehmer auf einen Rentner.
2060 wird einem Rentner nur noch in etwa ein Arbeitnehmer
gegenüberstehen.(2) Die Rentenbezugsdauer hat sich seit 1960 von
durchschnittlich zehn Jahren auf heute (2013) 19 Jahre verdoppelt.(3)
2025 wird das Rentenniveau nur noch 46 Prozent des durchschnittlichen
Netto-Monatseinkommens betragen.(4) Deutschland droht eine massive
Altersarmut.

TNS-Infratest-Studie im Auftrag der Stuttgarter: Marktpotenziale
und Kritik an der Branche

Die Stuttgarter hat TNS Infratest mit einer breit angelegten
Untersuchung beauftragt. Hierzu wurden im September 2014 1.084
Personen befragt. Die für deutschsprachige Erwerbsfähige im Alter
zwischen 18 und 55 Jahren repräsentative Studie zeichnet folgendes
Bild: 14,5 Millionen (38 Prozent) haben Angst davor, im Alter arm zu
sein. 85 Prozent glauben, dass die gesetzliche Rente für den Erhalt
des Lebensstandards nicht ausreicht. Jeder Zweite (47 Prozent) sorgt
sich, nicht genügend für das Alter vorgesorgt zu haben. Gleichzeitig
bescheinigen die Befragungsergebnisse der Branche ein schlechtes
Image: Vier von fünf (78 Prozent) sind der Auffassung, dass die
angebotenen Produkte den Gesellschaften dicke Gewinne zulasten der
Versicherten bescheren. 82 Prozent attestieren Lebens- und
Rentenversicherungsprodukten ein undurchsichtiges Vertragswerk.
Darüber hinaus schreiben 36 Prozent den Vermittlern ein
„Drücker-Image“ zu: Sie geben an, schon einmal zum Abschluss einer
Lebensversicherung gedrängt worden zu sein.

Vertrauen zurückgewinnen und weiter ausbauen – Initiative gegen
Altersarmut

Ralf Berndt: „Diese Wahrnehmung in der Bevölkerung ist
erschreckend und wird den Bemühungen der letzten Jahre nicht gerecht.
Die Versicherer unterziehen sich mit dem GDV-Verhaltenskodex für den
Vertrieb der Überprüfung durch unabhängige Dritte. Das ist ein
einzigartiger Schritt, den bisher keine andere Branche gegangen ist.
Es gibt viele hervorragend qualifizierte und kundenorientierte
Vermittler. Mit der Initiative ,gut beraten– haben die teilnehmenden
Unternehmen ihren Anspruch hinsichtlich qualifizierter Beratung noch
einmal unterstrichen. Gleichwohl gilt weiterhin: Wir brauchen
dringend mehr Transparenz, verständlichere Bedingungen und eine noch
stärker auf langfristige Kundenzufriedenheit ausgerichtete Beratung.
Aus diesem Grund stellen wir uns der Verantwortung.“

Die Befragungsergebnisse zeigen gleichzeitig, dass die private
Lebens- und Rentenversicherung – trotz Imageproblemen – bei der
Vorsorge an erster Stelle rangiert: 81 Prozent geben an, im Besitz
einer Lebens-/Rentenversicherung (Schicht 1-3) zu sein. „Nun gilt es,
mit der konsequenten Umsetzung des LVRG vorhandenes Vertrauen zu
bestätigen und verloren gegangenes zurückzugewinnen. Altersarmut ist
eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft. Für uns als
Branche ist sie Chance und Verantwortung zugleich. Wir als
Stuttgarter sind überzeugt, dass unsere Umsetzung des LVRG dieser
Verantwortung gerecht wird und gute Voraussetzungen schafft, die
vorhandenen Chancen erfolgreich zu nutzen“, so Ralf Berndt.

Weitere Informationen unter: www.gegenaltersarmut.stuttgarter.de

Bildmaterial zur kostenfreien Nutzung

1. Infografik „Ich habe Angst vor Altersarmut.“
http://ots.de/zVYY9

2. Infografik „Die gesetzliche Rente wird nicht ausreichen, um im
Alter meinen Lebensstandard zu halten.“ http://ots.de/lOTkB

3. Infografik „Ich mache mir Sorgen, nicht genug für das Alter
vorgesorgt zu haben.“ http://ots.de/ayWYC

4. Infografik „Die Altersvorsorgeprodukte der Versicherer
bescheren Versicherungs- unternehmen unter dem Strich dicke
Gewinne zu Lasten der Versicherten.“ http://ots.de/CqTeQ

5. Infografik „Wie sorgen Sie privat für Ihre finanzielle
Absicherung im Alter vor?“ http://ots.de/pxyDo

6. Infografik „Wie groß ist Ihr Vertrauen in
Versicherungsvermittler allgemein?“ http://ots.de/j05f5

7. Infografik „Der Vermittler hat versucht, mich zum Abschluss zu
überreden.“ http://ots.de/UDpuC

Quellen:

(1) Statistisches Bundesamt: Bevölkerung und Erwerbstätigkeit;
Zusammenfassende Übersichten Eheschließungen, Geborene und Gestorbene
2014; 12. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung 2009,
Basisannahme der Lebenserwartung L1.
(2) Eigene Berechnung auf Grundlage Statistisches Bundesamt: 12.
koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung 2009, Annahme: Variante
6-W1.
(3) Statistik der deutschen Rentenversicherung; Rentenversicherung in
Zahlen 2014, Versichertenrenten: 1960 Alte Bundesländer, 2013
Deutschland gesamt.
(4) Bundesministerium für Arbeit und Soziales,
Rentenversicherungsbericht 2013.

Über die Stuttgarter:

Die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. als Muttergesellschaft der
Stuttgarter Versicherungsgruppe ist mit über 100 Jahren Tradition als
Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) allein den Interessen
ihrer Versicherten verpflichtet. Der Schwerpunkt der Stuttgarter
liegt auf modernen Vorsorgelösungen in der Lebens- und
Unfallversicherung. Relevante Kennzahlen bestätigen seit vielen
Jahren die Verlässlichkeit, Solidität und Finanzstärke des
Unternehmens.

Pressekontakt:
Annibale Picicci
Pressereferent
Stuttgarter Lebensversicherung a.G.
Rotebühlstr. 120 – 70135 Stuttgart

Telefon: 0711 / 665 – 14 71
Telefax: 0711 / 665 – 15 15
E-Mail: presse@stuttgarter.de

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