Fachkräftemangel vorbeugen / BGW: Ältere Beschäftigte werden unverzichtbar und bringen oft übersehene Stärken mit

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Arbeitnehmer bis zum Rentenalter im Job halten:
Angesichts des demografischen Wandels wird das zu einer immer
wichtigeren Führungsaufgabe in den Unternehmen in Deutschland. Viele
Betriebe werden zukünftig dringend auf ältere Beschäftigte angewiesen
sein, um wettbewerbsfähig zu bleiben, prognostiziert die
Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
(BGW).

Nach der jüngsten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen
Bundesamtes wird die Zahl der Menschen im Erwerbsalter bis zum Jahr
2060 je nach Zuwanderung um ein Viertel oder sogar um ein Drittel
zurückgehen – die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre
schon eingerechnet. In einigen Bereichen gelingt es bereits heute
kaum mehr, genügend Berufsnachwuchs zu finden – zum Beispiel in der
Pflegebranche, deren gesetzliche Unfallversicherung die BGW ist.
Gleichzeitig steigt das Durchschnittsalter innerhalb der
Erwerbsbevölkerung. „Die Belegschaften in den Unternehmen werden
älter und brauchen Arbeitsbedingungen, die den Bedürfnissen aller
Altersgruppen gerecht werden“, erklärt Kathrin Kromark,
Demografieexpertin der BGW.

Weit verbreitet scheint das Vorurteil, ältere Beschäftigte
brächten vor allem Schwächen mit: Sie seien nicht mehr so belastbar,
weniger flexibel, häufiger und länger krank, und sie kosteten mehr.
Kromark setzt dem ein anderes Bild entgegen. „Ältere haben deutlich
mehr Berufserfahrung, oft einen hohen Aus- und Weiterbildungsstand,
mehr Routine, und Gelassenheit sowie, vor allem bei langer
Betriebszugehörigkeit, eine hohe Loyalität zum Unternehmen.“ Diese
Stärken lassen sich nutzen, wenn die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit
der älteren wie der jüngeren Beschäftigten gezielt gefördert werden.

Dazu können Unternehmen einiges tun: Zunächst lässt sich mit einer
Altersstrukturanalyse feststellen, in welchen Bereichen ein hoher
Altersdurchschnitt besteht und wo Personalengpässe entstehen könnten.
Mitarbeiterbefragungen und weitere Instrumente helfen herauszufinden,
wo besondere Belastungen bestehen. Um sie zu reduzieren, lassen sich
beispielsweise Aufgabenfelder umverteilen, Arbeitsplätze umgestalten,
Arbeitszeiten flexibilisieren, die Weiterbildung intensivieren oder
eine systematische Gesundheitsförderung im Unternehmen einführen. Für
die bei ihr versicherten Betriebe bietet die BGW entsprechende
Informationen und Beratung an, weitere Informationen dazu finden sich
unter www.bgw-online.de , Suchstichwort: Demografischer Wandel.

Ältere Arbeitnehmer sind nicht automatisch irgendwann ausgebrannt
und müssen durch Jüngere ersetzt werden. Mit einer klugen
Personalpolitik, betrieblicher Unterstützung und eigenem Engagement
können sie bis zum Rentenalter leistungsfähig und eine wertvolle
Ressource für das Unternehmen bleiben. „Davon profitieren alle
Beteiligten“, beobachtet Kathrin Kromark. „Das Unternehmen muss nicht
auf die Kompetenzen der älteren Beschäftigten verzichten und spart
sich die Suche nach neuem, schwer zu findendem Personal. Die
Beschäftigten bleiben im Arbeitsprozess, fühlen sich gebraucht, sind
motiviert und tragen so zum Erfolg des Unternehmens bei.“

Diese und weitere aktuelle Meldungen der BGW finden Sie unter
www.bgw-online.de im Pressezentrum.

Über uns

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und
Wohlfahrtspflege (BGW) ist die gesetzliche Unfallversicherung für
nicht staatliche Einrichtungen im Gesundheitsdienst und in der
Wohlfahrtspflege. Sie ist für rund sieben Millionen Versicherte in
fast 630.000 Unternehmen zuständig und damit Deutschlands zweitgrößte
Berufsgenossenschaft.

Pressekontakt:
Torsten Beckel und Sandra Bieler
Pappelallee 33/35/37
22089 Hamburg
Tel.: (040) 202 07-27 14
E-Mail: presse@bgw-online.de

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