Frankfurter Rundschau: Grenzen des Bürgerlichen

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Frank-Walter Steinmeier zieht aus seiner
doppelten Aufgabe als Wahrer von Überparteilichkeit und Demokratie
den richtigen Schluss, wenn er der AfD das Prädikat „bürgerlich“
abspricht. Er plädiert nicht für oder gegen irgendeine Meinung,
sondern für die demokratische Bürgergesellschaft. Das ZDF dagegen
zieht die falsche Konsequenz, wenn es sich nach Kritik an seinen
Wahlsendungen einfach auf die Pflicht zur Berichterstattung beruft.
Ob ich jemanden interviewe, und erst recht wie ich das tue, ist nicht
unabhängig davon, ob der- oder diejenige einen demokratischen Begriff
von Gesellschaft hat oder einen völkisch-rassistischen. Übrigens:
„Bürgerlich“ sind große Teile der AfD im Sinne des französischen
„Bourgeois“, also des Besitzbürgers, den sie oft gegen soziale
Reformansprüche verteidigen. Im Sinne des „Citoyen“ aber, des
verantwortlichen und die Freiheit der anderen achtenden
Gesellschaftsbürgers, sind sie es nicht. Steinmeier hat recht.

Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222

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