Frankfurter Rundschau: Pressestimme zum Jazenjuk-Besuch

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Die Frankfurter Rundschau schreibt zum
Deutschlandbesuch des ukrainischen Premierministers:

Im Westen wird sich früher oder später die Frage stellen, wie viel
uns ein Land wert ist, in dem der Kampf der Oligarchen den Kampf um
mehr Demokratie überlagert. Derzeit drehen sich sämtliche Besuche
ukrainischer Politiker im Westen vor allem um zwei Fragen: Wie kann
Russland Einhalt geboten werden, und wie hoch wird der nächste
Kredit? Im vergangenen Herbst schätzte ein hochrangiger EU-Vertreter
in Kiew den Investitionsbedarf im Land auf rund 500 Milliarden Euro.
Da war die weiträumige Zerstörung der Infrastruktur im Osten noch
nicht abschätzbar. Jetzt geht es um noch größere Summen. Der
ukrainische Premier Arseni Jazenjuk bittet deshalb in Berlin um Geld.
Doch wie kann die EU ihren Bürgern erklären, dass sie für die Ukraine
viel Geld ausgeben muss, während ihr Mitglied Griechenland um
geringere Kredite bettelt?

Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222

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