NOZ: Gespräch mit Sophie Herr, Leiterin des Bereichs Lebensmittel des Bundesverbands der Verbraucherzentralen

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Verbraucherschützer: Neue Herkunftskennzeichnung
bei Fleisch unzureichend

Expertin: Bund und Länder sollen auf EU-Ebene Druck machen

Osnabrück. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv)
kritisiert die seit dem 1. April verpflichtende
Herkunftskennzeichnung bei Frischfleisch als unzureichend. Im
Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ forderte Sophie Herr,
Leiterin des Bereichs Lebensmittel, die Dokumentation von Aufzucht
und Schlachtung auch auf Fleisch, das als Zutat in verarbeiteten
Lebensmitteln wie Fertiglasagnen verwendet wird, zu erweitern. Zudem
müsse auch der Geburtsort auf der Verpackung erkennbar sein. „Viele
Verbraucher wollen wissen, wo das Fleisch herkommt, und welche
Strecken es im Rahmen der industriellen Produktion zurückgelegt hat“,
sagte Herr. Sie forderte die Agrarminister von Bund und Ländern auf,
sich dafür auf EU-Ebene einzusetzen.

Die umfassende Kennzeichnung könne als Instrument dienen, „dem
Verbraucher wieder Vertrauen in die Wertschöpfungskette von
Fleischprodukten zu geben“, sagte Herr. „Der Verbraucher hat über die
vergangenen Jahre immer wieder von der Industrie Anlass bekommen, bei
Fleisch skeptisch zu sein. Mittlerweile stellt sich bei vielen beim
Kauf von Fleischprodukten fast automatisch ein schlechtes Gefühl
ein“, sagte die Expertin.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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