Fußballfans: Gewalt und Ausschreitungen imöffentlichen Verkehr nicht mehr hinnehmbar!

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(ddp direct) Der Fahrgastverband PRO BAHN macht anlässlich des Abschlusses der Bundesligasaison darauf aufmerksam, dass im öffentlichen Verkehr die Beeinträchtigungen durch Fußballfans spürbar problematischer geworden sind.

Gewalt gegen Gegenstände und auch gegen Menschen gehört im Rahmen von Fußballspielen nicht nur innerhalb der Fußballstadien zum Alltag, sondern auch auf dem Hin- und Rückweg.

Dabei sind diese Ereignisse bei weitem nicht nur ein Problem des Nahverkehrs: Auch Fernverkehrszüge sind in der Zwischenzeit betroffen, teilweise mit hohen Sachschäden.
Und ebenso gehört das Zünden von Bengalischen Feuern in Bahnhöfen an Spieltagen zum Alltag.
Fast immer stehen die Täter unter Alkoholeinfluss.

Hierbei leiden nicht nur Reisende, die ein anderes Reiseziel als das Fußballstadion haben, sondern gerade auch Fußballfans selbst: „Eine kleine, aber radikale Minderheit unter den Fußballfans beeinträchtigt und gefährdet die Mehrheit der friedlichen Fußballfans auf dem Weg in das Stadion und wieder zurück. Vor allem für stadionbesuchende Familien sind die derzeitigen Geschehnisse absolut inakzeptabel“ so Bundespressesprecher Matthias Oomen in Berlin.

Die Störungen im Zugverkehr verursachen hohe volkswirtschaftliche Schäden, denn die Fahrzeitverlängerungen durch Störungen von radikalen Fußballfans belaufen sich teilweise auf über eine Stunde. Insbesondere Geschäftsreisende trifft dies empfindlich.

Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert die Politik der Bundesländer zu folgenden Maßnahmen auf:

1.) Deutlich stärkerer Polizeieinsatz, insbesondere an Bahnhöfen und in Nahverkehrszügen.
2.) Konsequentes Alkoholkonsumverbot in Nahverkehrszügen vor und nach Fußballspielen sowie innerhalb der Fußballstadien und im Umfeld von Fußballstadien und Bahnhöfen.
Gerade auch mit dem Blick auf die Erfahrungen des Alkoholkonsumverbots im Metronom in Niedersachsen lassen sich hier positive Effekte erwarten.
3.) Erhebliche ordnungsrechtliche Mittel gegen Straftäter, speziell im Bereich der Anreise- und Aufenthaltsverbote.

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