G7-Gipfel: Mehr Geld für den Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria / DSW: Merkels erhöhte Zusage für den Globalen Fonds zeigt deutlichen politischen Willen

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Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
begrüßt die heutige Ankündigung von Angela Merkel auf dem G7-Gipfel,
den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose (TB) und
Malaria in den nächsten drei Jahren mit einer Milliarde Euro zu
unterstützen. Im Vergleich zur aktuellen Finanzierungsperiode hat die
Bundesregierung die Zusage um knapp 18 Prozent erhöht. Mit diesem
Schritt trägt Deutschland dazu bei, Millionen Menschenleben zu
retten, Gesundheitssysteme nachhaltig zu stärken und dem nachhaltigen
Entwicklungsziel 3, Gesundheit und Wohlergehen für alle Menschen,
näher zu kommen.

Dazu sagt DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr: “Mit Angela Merkels
erhöhter Zusage zeigt die Bundesregierung deutlichen politischen
Willen, den drei Epidemien endlich ein Ende zu setzen. Das begrüße
ich sehr! Ich finde es nach wie vor erschreckend, dass in Afrika
südlich der Sahara drei Viertel der HIV-Neuinfektionen unter
Teenagern Mädchen betreffen. Global gesehen ist Aids die Todesursache
Nummer eins von Frauen unter 50. Alle diese Todesfälle sind
vermeidbar und dafür spielt der Globale Fonds eine Schlüsselrolle!”

Gemeinsam mit neun anderen Entwicklungsorganisationen und
Mitgliedern des Bundestages aus fünf Fraktionen hatte die DSW mit der
Kampagne #FillUpTheFund (www.fillupthefund.de) die Bundesregierung
dazu aufgerufen, den Globalen Fonds mit einem starken deutschen
Beitrag zu unterstützen.

Renate Bähr erklärt hierzu: “Ohne die fraktionsübergreifende
starke Unterstützung für den Globalen Fonds im Bundestag wäre es
nicht zu dieser lebensrettenden Zusage gekommen. Wir werden weiterhin
zusammen mit anderen NGOs im Parlament für einen vollfinanzierten
Globalen Fonds werben.”

Über den Globalen Fonds:

Die drei großen Infektionskrankheiten Aids, TB und Malaria fordern
laut WHO auch heute noch jedes Jahr fast drei Millionen
Menschenleben. Der Globale Fonds finanziert Präventions- und
Behandlungsprogramme in mehr als 140 Ländern. Dadurch hat er seit
seiner Gründung 2002 dazu beigetragen, 27 Millionen Menschenleben zu
retten, die ansonsten an den Folgen von Aids, TB und Malaria
gestorben wären. Neben der Eindämmung der Epidemien stärkt der
Globale Fonds die Gesundheitsversorgung insgesamt: Er unterstützt
einkommensschwache Länder beim Aufbau nachhaltiger
Gesundheitssysteme, damit alle Menschen Zugang zu guter
Gesundheitsversorgung bekommen. Bis zu seiner
Wiederauffüllungskonferenz in Lyon am 10. Oktober benötigt der
Globale Fonds mindestens 14 Milliarden US-Dollar, um seine
erfolgreiche Arbeit in den Jahren 2020-2022 fortzusetzen. Der an der
Wirtschaftskraft gemessene faire Beitrag liegt nach Berechnungen des
Aktionsbündnisses gegen Aids für Deutschland bei mindestens 1,2
Milliarden Euro.

Weitere Informationen:

– Der Globale Fonds und die drei Epidemien: https://bit.ly/2NzeQhl
– Infografik zum Globalen Fonds: https://bit.ly/2ZkO5Q4
– Blog: 5 Fragen 5 Antworten zum Globalen Fonds:
https://bit.ly/2ZqsKIX

Über die DSW:
Malene Hummel
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
Hindenburgstr. 25 | 30175 Hannover
Telefon: 0511 94373-20 | Fax: 0511 94373-73
E-Mail: malene.hummel@dsw.org
Internet: www.dsw.org

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international
tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer
zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher
unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen
über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt
sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische
Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung
und Gleichstellung der Geschlechter ein. Neben ihrem Hauptsitz in
Hannover ist die DSW in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda sowie
mit Verbindungsbüros in Berlin und Brüssel vertreten.

Pressekontakt:
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