Hygienemängel in Fleischfabrik: Otte-Kinast verspricht Aufarbeitung

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Nach Schließung von Produktionsstätte durch Insolvenzverwalter – Rest-Ware wird kontrolliert

Osnabrück. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hat Aufklärung rund um die Vorgänge bei einem insolventen Fleischwarenhersteller im Landkreis Harburg zugesagt. Die Ministerin teilte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ mit, dass sie sich aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht im Detail äußern könne. „Ich kann aber zusagen, dass wir die Vorgänge umfassend aufarbeiten werden.“

Zuvor hatte die „NOZ“ berichtet, dass bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg ein Ermittlungsverfahren gegen zwei ehemals Verantwortliche des Betriebes wegen des Verdachts des Inverkehrbringens nicht zum Verzehr geeigneter Lebensmittel läuft. Im Sommer fand eine Durchsuchung der Produktionsstätte statt. Beim Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (Laves) ist zudem ein Verfahren zum Entzug der EU-Zulassung anhängig. Mehrere Hunderttausend Kilogramm Fleisch mussten laut Agrarministerium unter anderem aufgrund von Problemen bei der Rückverfolgbarkeit vernichtet werden.

Der Betrieb ist seit diesem Herbst insolvent. Eigentlich sollte der Tönnies-Konzern den Standort übernehmen. Nach einem zweifachen Warenrückruf wegen Listerien-Belastung wurden bei vom Insolvenzverwalter veranlassten Überprüfungen dann aber „gravierende technische wie hygienische Mängel“ festgestellt und der Betrieb stillgelegt. Laut Ministerium müssen verbliebene Produkte vor dem Verkauf nun auf eine mögliche Listerien-Belastung hin untersucht werden. „Nur bei Vorliegen eines negativen Ergebnisses darf die Ware in den Verkehr gebracht werden.“

Die Grünen im Niedersächsischen Landtag haben mittlerweile eine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Vize-Fraktionschef Christian Meyer sagte der „NOZ“: „Wir wollen konkret wissen, was das Ministerium und das Laves nach den Listerienfunden und Hygienemängeln bei dem Fleischkonzern zum Schutz der Verbraucher getan haben.“

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