IKK e.V. gegen die Einführung eines Hochrisikopools im bestehenden Finanzausgleich / Kein Nutzen – dafür immense Bürokratie

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Ein Pool, der die Kosten für besonders teure
Versicherte ausgleicht, löst keine Probleme. „Die finanziellen
Auswirkungen sind minimal, dafür der bürokratische Aufwand immens“,
sagt Jürgen Hohnl, Geschäftsführer des IKK e.V, der
Interessenvertretung der Innungskrankenkassen auf Bundesebene.

Die Hoffnung vieler Kassen auf finanzielle Besserstellung durch
einen Hochrisikopool sei trügerisch. „Die Erfahrungen mit dem alten
Risikopool zeigen, dass nur geringe finanzielle
Umverteilungswirkungen zu erwarten sind“, so Hohnl. Demgegenüber
würde den Kassen ein enormer administrativer Aufwand entstehen.

Nach Aussage von Hohnl besteht auch kein direkter Zusammenhang
zwischen der Anzahl von Hochkostenfällen und der Finanzsituation
einer Kasse: „Kassenarten mit vielen Hochkostenfällen haben im Jahr
2010 die besten Finanzergebnisse eingefahren“.

Laut Geschäftsführung des IKK e.V. müssen die Kosten für die
aufwändige Behandlung von Versicherten auch jenen Fällen und
Krankheiten gegenübergestellt werden, für die Krankenkassen mehr Geld
aus dem Fonds bekommen, als sie benötigen. Bei Einführung eines
Risikopools würde es zudem geringere Krankheitszuschläge geben, so
dass bei den meisten Kassen ein Nullsummenspiel zu erwarten sei.

Auch der Ruf nach regionalen Zuschlägen für Hochkostenregionen sei
keine zielführende Lösung. Hohnl: „Regionale Zu- bzw. Abschläge
verfestigen regionale Versorgungsunterschiede, stabilisieren die
Überversorgung in Ballungsräumen und unterminieren die aktuellen
gesetzgeberischen Bemühungen, die Versorgung in ländlichen Gebieten
zu verbessern.“

Über den IKK e.V.:

Der IKK e.V. ist die Interessenvertretung von Innungskrankenkassen
auf Bundesebene. Der Verein wurde 2008 gegründet mit dem Ziel, die
Interessen seiner Mitglieder und deren mehr als 4,5 Millionen
Versicherten gegenüber allen wesentlichen Beteiligten des
Gesundheitswesens zu vertreten. Dem IKK e.V. gehören die BIG direkt
gesund, die IKK Brandenburg und Berlin, die IKK classic, die IKK
gesund plus sowie die Vereinigte IKK an.

Pressekontakt:
Pressesprecherin: Fina Geschonneck, Telefon 030-202491-11,
E-Mail: fina.geschonneck@ikkev.de

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