Integrationsgipfel: Paritätischer fordert Möglichkeit der doppelten Staatsangehörigkeit

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Scharfe Kritik übt der Paritätische
Wohlfahrtsverband an der ablehnenden Haltung der Union zur doppelten
Staatsangehörigkeit anlässlich des heute stattfindenden
Integrationsgipfels. Der Verband fordert die Union auf, Abstand zu
nehmen von dem umstrittenen Optionsmodell, das in Deutschland
geborene Kinder von Ausländern zwingt, sich mit Vollendung des 23.
Lebensjahres für eine Staatsbürgerschaft zu entscheiden.

„Wenn man ganz bewusst in Kauf nimmt, dass junge Menschen
seelischen Nöten und familiären Konflikten ausgesetzt werden, ist das
einfach nur ignorant und das Gegenteil von Willkommenskultur“, so
Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen
Gesamtverbandes. Der Integrationsgipfel dürfe auf keinen Fall den
Eindruck erwecken, dass es deutschen Politikern wie zu
Gastarbeiterzeiten ausschließlich um Arbeitskräfte und nicht um die
Menschen gehe. „Die Union hat immer noch nicht verinnerlicht, dass
wir nicht nur Fachkräfte suchen, sondern neue Mitbürgerinnen und
Mitbürger brauchen. Im Zweifelsfall heißt das auch, die doppelte
Staatsangehörigkeit zu akzeptieren.“

Unter dem Dach des Paritätischen Gesamtverbandes engagieren sich
über 500 Organisationen für eine nachhaltige Integrationspolitik und
eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Migrantinnen
und Migranten.

Pressekontakt:
Gwendolyn Stilling, Tel. 030/24636-305, E-Mail: pr@paritaet.org

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