Job findenüber das Handy: Innovatives Personalmarketing immer beliebter / Neue Studie zeigt Chancen von Mobile Recruiting

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Die Ansprache potenzieller Bewerber für eine Stelle
über den mobilen Zugang zu Social Media, das Bereitstellen von
Bewerberinformationen über Apps oder mobile Karriere-Websites haben
in den letzten beiden Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Das
ergibt die Studie „Mobile Recruiting 2011“, die eco – Verband der
deutschen Internetwirtschaft und die DJM Consulting GmbH im Kontext
des Forschungsprojekts ReMoMedia durchgeführt haben. Ein Viertel der
befragten Unternehmen hat mobile Maßnahmen zur Bewerberinformation
bereits eingesetzt, 15 Prozent planen mobile
Personalmarketingmaßnahmen; in der Pilotstudie 2009 hatten erst 8
Prozent Erfahrung mit Mobile Recruiting.

Auf den ersten Plätzen: Die Klassiker des mobilen Internet

Im Vergleich zum Jahr 2009 sind die Anwendungsmöglichkeiten
verschiedener Mobile-Recruiting-Maßnahmen viel bekannter, und
Personaler schätzen die Bedeutung mobiler Angebote in der
Bewerberansprache höher ein. 17 Prozent der Befragten haben bereits
eine mobile Karriere-Website, ein weiteres Viertel plant sie. Vor
zwei Jahren hatten gerade mal 8 Prozent ihre Jobseiten für mobile
Endgeräte aufbereitet.

„Wer meint, hier würden einfach nur die normalen Websites auf ein
kleines Format gebracht, verkennt die Möglichkeiten“, sagt eco
Geschäftsführer Harald A. Summa. In den Smartphone-Versionen der
Karriereportale könnte man beispielsweise den richtigen Kontakt mit
einem Klick direkt anrufen oder sich Standorte des Unternehmens in
der Nähe anzeigen lassen. Auch mobilen Online-Jobbörsen messen 79
Prozent der Befragten eine hohe oder eher hohe Bedeutung bei. „Auf
dem Weg zur Arbeit einfach nach Alternativen zum derzeitigen Job
suchen – diesen situativen Kontext des Bewerbers können sich
Unternehmen zunutze machen.“

Auf den hinteren Plätzen liegen Maßnahmen der so genannten
„Augmented Reality“, Location Based Services und auch Mobile Tagging,
bei dem Codes, wie man sie von Online-Tickets kennt, mit einer
bestimmten Applikation im Smartphone gescannt werden und den Nutzer
direkt zu einer bestimmten Website führen. „Hier ist die Technik
vielleicht noch nicht bekannt genug, denn nützlich ist das schon,
wenn man es richtig macht“, meint Prof. Dr. Böhm, Professor für
Telekommunikation und Mobile Media an der Hochschule RheinMain in
Wiesbaden. „Wenn sich der Mobile Tag auf einem Plakat des
Unternehmens befindet, kann man unterwegs ohne lange Recherche oder
das umständliche Eintippen einer Internetadresse auf dem Handy direkt
zu den relevanten Informationen auf dem Karriere-Portal oder zu einem
interessanten Jobangebot geleitet werden.“

Vorteile für Bewerber: Überall und immer alle Informationen
abrufen

Für Jobsuchende besonders praktisch sind laut der Studie die orts-
und zeitunabhängige Nutzung. Weniger relevant sind dagegen der
Spaßfaktor und die Möglichkeit zur Personalisierung der Angebote.
Bewerber nehmen die Möglichkeit, über mobile Websites, Apps oder
Social Media mit möglichen Arbeitgebern in Kontakt zu treten, gut an:
79 Prozent der befragten Personaler waren mit den Ergebnissen ihrer
Maßnahmen zufrieden oder sehr zufrieden.

„Die mobile Bewerberansprache eignet sich natürlich nicht für alle
Jobs; idealerweise sollten Hochschulabsolventen auf diesem Weg
angesprochen werden, auch für Schüler und Azubis sind mobile
Maßnahmen gut geeignet“, erklärt Prof. Dr. Wolfgang Jäger, Professor
für Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Personal- und
Unternehmensführung an der Hochschule RheinMain. „Sie sind daran
gewöhnt, über das mobile Internet alles von jedem Ort aus erledigen
zu können.“ Vorstellbar seien aber auch spezielle mobile
Recruitingmaßnahmen für bestimmte Beschäftigungsverhältnisse, meint
Dr. Stephan Böhm, der zusammen mit seinem Kollegen Prof. Dr. Jäger
das Forschungsprojekt Remomedia leitet: „Gerade für Zeitarbeit oder
kurzfristig benötigte Aushilfstätigkeiten sind beispielsweise
Location Based Services denkbar, die sonst im Mobile Recruiting noch
nicht sehr häufig zum Einsatz kommen.“ Hierbei können einem
Jobsuchenden mittels einer App beispielsweise freie Stellen in der
Nähe seines Aufenthaltortes angezeigt werden. „Hier ist aber situativ
zu differenzieren – für Studenten ist zum Beispiel die Nähe zum
aktuellen Standort oder Campus sicherlich bei Aushilfs- oder
Werkstudententätigkeiten wichtiger als beim Berufseinstieg nach dem
Studium“, so Prof. Dr. Böhm.

Mobile Recruiting ist auch Employer Branding

Die Studie zeigt auch, dass Personalabteilungen teilweise noch
skeptisch sind, aber interessiert: Knapp die Hälfte (49%) kann den
Nutzen von Mobile Recruiting noch nicht erkennen, aber nahezu jedes
Unternehmen (96%) möchte mehr zu den Einsatzmöglichkeiten erfahren.
Die Unternehmen, die keine mobilen Maßnahmen zur Bewerberansprache
einsetzen, tun dies haupsächlich deshalb nicht, weil sie sich nicht
genügend informiert fühlen (66%). Zu hohe Kosten sind dagegen nur für
einen geringen Teil der Befragten ein Grund (20%). „Der
Innovationsgedanke ist hier wichtig, bei neuen Entwicklungen vorne
mit dabei zu sein“, sagt Harald A. Summa.

Triebfeder für Mobile-Recruiting-Aktivitäten sind in den meisten
Fällen die Personalleitung und Personalabteilung, die Maßnahmen sind
bei über der Hälfte der Befragten (48%) keine Einzelaktionen, sondern
eingebettet in eine langfristige Strategie. So versprechen sich 90
Prozent davon eine Steigerung der Reichweite von anderen
Recruiting-Maßnahmen und 84 Prozent erhoffen sich Unterstützung beim
Aufbau und Führen einer Arbeitgebermarke.

Über die Studie

Für die Studie „Mobile Recruiting 2011“ wurden 159 HR-Experten
unterschiedlicher Branchen mittels eines standardisierten
Online-Fragebogen befragt. Erhebungszeitraum war Mai/Juni 2011.

Alle Links auf einen Blick:

– Ergebnisse der Studie „Mobile Recruiting 2011“:
http://www.djm.de/download/mob-rec/index.htm
– Zusammenfassung der Pilotstudie „Mobile Recruiting 2009“:

http://www.djm.de/download/Studie_Mobile_Recruiting_2009_Summary.pdf
– Pressemitteilung zur Pilotstudie 2009:
http://www.eco.de/verband/202_7370.htm
– DJM Consulting: http://www.djm.de
– Forschungsprojekt Remomedia: http://www.remomedia.de
– eco Kompetenzgruppe E-Recruiting:
http://www.eco.de/arbeitskreise/e-recruiting.htm

eco ( www.eco.de ) ist seit über 15 Jahren der Verband der
Internetwirtschaft in Deutschland und vertritt deren Interessen
gegenüber der Politik und in internationalen Gremien. Mit mehr als
500 Mitgliedsunternehmen gestalten wir das Internet: Wir entwickeln
Märkte, fördern Technologien und formen Rahmenbedingungen. In unserem
Kompetenz-Netzwerk befassen wir uns mit Infrastrukturfragen,
rechtlich-regulativen Aufgabenstellungen, innovativen Anwendungen und
der Nutzung von Inhalten.

Pressekontakt:
Weitere Informationen: eco Verband der deutschen Internetwirtschaft
e.V., Lichtstr. 43h, 50825 Köln, Katrin Mallener, Tel.:
0221/700048-260, E-Mail: katrin.mallener@eco.de, Web: www.eco.de

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