Kachelmann&Co.: Macht-Männer in der Sex-Falle

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Sie haben eigentlich alles, was sie wollen: Geld, Einfluss und meist auch ein attraktives Äußeres. Dennoch tappen gerade jene, auf denen die Augen der Öffentlichkeit ruhen, immer öfter in die Sex-Falle. Nur die Wenigsten geben aber unumwunden ihre „schwachen Momente“ zu, wie etwa Arnold Schwarzenegger, dem angesichts des außerehelich gezeugten Nachwuchses auch kaum etwas anderes übrig blieb. Andere wiederum haben sich – vorerst – nur mutmaßlich ins Abseits manövriert. Bleibt die Frage: Wie ticken diese Männer? Diplom-Psychologe Rolf Schmiel hat darauf zwei mögliche Antworten:

Der Narzisst

„Aus analytischer Sicht lassen sich bei vielen erfolgreichen und mächtigen Männern eindeutige Eigenschaften einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung feststellen“, sagt Schmiel. „Anscheinend ist diese Art der Störung, bei der Betroffene sich einerseits selbst sehr wichtig nehmen und sich andererseits rücksichts- und skrupellos verhalten, für Karrieren im Showbusiness, im Geschäftsleben und in der Politik förderlich.“ Dieses Gebaren führe aber auch dazu, dass die Betroffenen glauben, sich nicht an allgemein gültige Regeln halten zu müssen. „In ihrer Welt muss sich alles um sie selbst und ihre Bedürfnisse drehen. Daher zeigen sie nach Fehltritten meist wenig Reue und sind oft sogar erstaunt, dass man ihnen ihr negatives Verhalten vorhält.“ Schmiel stellt allerdings klar: „Eine narzisstische Störung macht sie aber sicherlich nicht schuldunfähig!“

Der Gelegenheits-Lover

Weniger pathologisch ist laut Schmiel der Erklärungsansatz einer „Options-Theorie“. „Erfolgreiche Männer zeigen ein oft unmögliches Verhalten, weil sie die Gelegenheiten dazu haben – aber dies nicht direkt sanktioniert wird.“ Viele Führungskräfte und Prominente erhielten einfach kein negatives Feedback für ihr Fehlverhalten, so der Psychologe. „Und weil sie niemand kritisiert, glauben sie, dass es schon ganz OK ist, was sie machen. Lernpsychologisch gesehen, entstehen dadurch bestimmte Verhaltensmuster, die sich immer weiter steigern, bis sie schließlich in einer Katastrophe gipfeln.“ Aus diesem Grund sei es überaus wichtig, Grenzüberschreitungen jeglicher Art offen anzusprechen. „Damit macht man sich nicht immer beliebt, aber es kann Schlimmeres im Keim ersticken.“

Ob sich Prominente tatsächlich überdurchschnittlich häufig daneben benehmen, ist laut Schmiel wissenschaftlich nicht erwiesen. Durch die intensive Berichterstattung der Medien entstehe zwar dieser Eindruck, er sei aber in keiner Weise belegt. „Es gibt wahrscheinlich genauso viele unverschämte Idioten, die nicht prominent oder erfolgreich sind“, meint der Psychologe. „Bei den Promis wird negatives Verhalten allerdings schneller bemerkt.“

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