Keine Aussicht auf Besserung – Kommentar von Jens Anker

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Das Rennen ist für die Bezirke nicht zu gewinnen. Zwar hat ihnen
das Land wegen der gestiegenen Aufgaben deutlich mehr Personal zugebilligt, aber
in vielen Bezirksämtern bleiben die Schreibtische leer. In Spandau droht jetzt
sogar das vollständige Desaster. Stand jetzt, steht der Bezirk bis Mitte
kommenden Jahres ohne Mitarbeiter für den Straßenneubau da.

Der Grund dafür ist ganz einfach: Weil Landesbehörden mehr Geld zahlen als die
Bezirksverwaltungen, entscheiden sich viele Mitarbeiter für einen Wechsel auf
Landesebene. Die Landesbehörden haben ihrerseits mit der Konkurrenz der
Bundesbehörden zu kämpfen, die wiederum besser bezahlen als das Land – sodass
sich die Senatsverwaltungen wieder bei den Bezirken bedienen, wenn ihnen
Personal abhanden kommt. Dieses Problem ist kaum zu lösen.

Eine Möglichkeit wäre, die sogenannten weichen Faktoren beim Arbeiten im
Bezirksamt zu betonen: Das heißt, die Arbeitsbedingungen so zu verbessern, dass
am Ende nicht allein das Geld entscheidet, sondern eine besonders
familienfreundliche und angenehme Atmosphäre.

Das wiederum müsste allerdings auch mit einer Entlastung der Mitarbeiter
einhergehen. Dafür benötigte die Verwaltung allerdings mehr Mitarbeiter – und
das Wettrennen um Personal ginge wieder von vorn los. Was also bleibt: kaum
Aussicht auf Besserung.

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