Kölner Stadt-Anzeiger: NRW-Innenminister: Neue kriegserfahrene Clans aus Syrien, Irak und Palästina im Ruhrgebiet – „Vermutlich noch gewaltbereiter“

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Die NRW-Sicherheitsbehörden warnen vor neuen
kriminellen Clans aus den Krisengebieten Syrien, Irak und Palästina,
die sich im Ruhrgebiet bilden. Im Interview mit dem „Kölner
Stadt-Anzeiger“ (Freitag-Ausgabe) sagte NRW-Innenminister Herbert
Reul (CDU): „Wir haben Anzeichen dafür, dass sich Großfamilien aus
dem irakisch-palästinensischen-syrischen Bereich formieren, die
versuchen, die bisherigen Platzhirsche zu verdrängen.“ Dies gelte
insbesondere für den Bereich des illegalen Rauschgifthandels, führte
Reul aus. „Da geht es beispielsweise um Leute, die bisher zu den
Fußtruppen der etablierten Clans gehörten, und die sich jetzt
sozusagen selbständig gemacht haben. Diese Leute wollen keine
Handlanger mehr sein.“ Zu den neuen Familien zählten auch junge
Männer mit Kriegserfahrung aus den Konflikten in Syrien und im Irak.
Diese Gruppierungen sind nach den Worten des Ministers „vermutlich
noch gewaltbereiter“ als ihre alteingesessenen Konkurrenten. „Etliche
von ihnen waren an der Kriegsfront. Wir reden hier nicht über
Messdiener.“ Folglich fürchten Experten neue Bandenkriege im Revier.
Reul sprach von einer besorgniserregenden Entwicklung: „Deshalb haben
wir das sehr genau im Blick.“

https://www.ksta.de/politik/herbert-reul-im-interview-ueber-clans-
in-nrw–wir-erobern-uns-die-strasse-zurueck–32364406

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