Kölner Stadt-Anzeiger: NRW-Verbraucherschutzministerin will Einigung über Schulmilchprogramm Heinen-Esser kontert Vorwürfe von Foodwatch

Im Streit über das Schulmilchprogramm des Landes NRW
strebt Verbraucherschutzministerin Ursula Heinen-Esser ein
Einvernehmen zwischen den Kontrahenten an, speziell der
Verbraucherorganisation „Foodwatch“ und der „Landesvereinigung
Milch“. „Ich lade alle dazu ein, den laufenden konstruktiven
Austausch fortzuführen“, sagte die CDU-Politikerin dem Kölner
Stadt-Anzeiger (Donnerstag-Ausgabe). Heinen-Esser widersprach
außerdem der Darstellung, die Landesvereinigung Milch sei ein
Lobbyunternehmen. Sie sei lediglich ein „Zusammenschluss von
Landwirten, Molkereien, Handel und Gewerkschaftsvertretern.“ Auf den
Vorwurf, mit dem Programm gesundheitsschädliche Nahrungsmittel zu
unterstützen, erwiderte sie, man müsse „die Kirche auch ein Stück
weit im Dorf zu lassen“. Bei Milch handele es sich erst einmal um ein
gesundes Produkt, das helfe, den Kalziumbedarf von Kindern zu decken.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hatte am Mittag einen Report
veröffentlicht, in dem sie der Landesregierung vorwirft, ein „durch
und durch lobbyverseuchtes Absatzförderungsprogramm für die
Milchwirtschaft zu betreiben“.

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