Konferenz in Berlin:Ärzte ohne Grenzen fordert strikte Trennung von Militäreinsätzen und humanitärer Hilfe

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Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen appelliert
anlässlich der Konferenz „20 Jahre deutsche Außenpolitik aus
humanitärer Sicht“ in Berlin an die deutschen Politiker, humanitäre
Hilfe nicht länger als Bestandteil oder zur Rechtfertigung von
Militäreinsätzen wie in Afghanistan oder Mali zu missbrauchen.

„Humanitäre Hilfe wird immer wieder von der Politik
instrumentalisiert – das gefährdet unsere Mitarbeiter und schadet den
Hilfsbedürftigen in Konfliktgebieten. Wenn wir als verlängerter Arm
einer Interventionsmacht gesehen werden, steigt das Risiko für unsere
Mitarbeiter und Patienten und wir können oft aus Sicherheitsgründen
nicht in bestimmten Gebieten arbeiten“, erklärt Frank Dörner,
Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland, im Vorfeld der
Konferenz. „Mit der Veranstaltung wollen wir auf diese Gefahr
hinweisen und mit Politikern, Militärs und anderen
Hilfsorganisationen über das Verhältnis von Politik und humanitärer
Hilfe diskutieren.“

Die von Ärzte ohne Grenzen organisierte Konferenz findet heute ab
15 Uhr im Roten Rathaus in Berlin statt. Teilnehmer sind unter
anderem die Politiker Ruprecht Polenz (CDU), Gernot Erler (SPD) und
Daniel Cohn-Bendit (Bündnis 90/Die Grünen), der frühere
Generalinspekteur der Bundeswehr General Wolfgang Schneiderhan sowie
der US-Botschafter a.D. John Kornblum.

Pressekontakt:
Nähere Informationen zum Programm und einen Livestream der Konferenz
finden Sie unter: http://msf.de/21

Interviews mit dem Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen Frank
Dörner oder mit dem Präsidenten Tankred Stöbe sind möglich.

Pressekontakt: Christiane Winje, 0163 8808 405,
christiane.winje@berlin.msf.org

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