Kryptowährungen als Schutz vor Inflation

Abgelegt unter: News |





Eines der häufigsten Argumente, welches zugunsten von Kryptowährungen angeführt wird, ist ihre Unabhängigkeit von Zentralbanken und die damit einhergehende Sicherheit gegenüber Inflation. Schon heute nutzen zahlreiche Menschen in Krisenregionen digitale Währungen, um sich vor wirtschaftlichen Krisen und autoritärer Politik zu schützen. Sind Kryptowährungen also tatsächlich ein wirksamer Schutz vor Inflation?

Ein sicherer Hafen in Krisenzeiten

Im Zuge der sozialen und politischen Unruhen in Hongkong stieg in der asiatischen Finanzmetropole die Nachfrage nach Kryptowährungen sprunghaft an. Gleiches ist bereits seit längerer Zeit in Argentinien der Fall, wo der Währungsverfall und abstürzende Aktienmärkte, bedingt durch die wirtschaftliche Instabilität, zurzeit die Schlagzeilen bestimmen. Wie der Nachrichtensender Bloomberg berichtete, führte dies zu einem erheblichen Preisanstieg bei Bitcoin für Anleger in den entsprechenden Regionen. Kleinanleger müssten dort bis zu 10 % mehr für Bitcoins zahlen, als Anleger in der restlichen Welt. Vergleichbare Entwicklungen lassen sich auch in Venezuela und der Türkei beobachten. Die höheren Preise werden durch die rasant steigende Nachfrage in diesen Regionen befeuert. Die Botschaft hierbei ist eindeutig: In Zeiten wirtschaftlicher und politischer Krisen betrachten Anleger Kryptowährungen zunehmend als sicheren Hafen.

Inflation und Wertschwankungen von Kryptowährungen

Kryptowährungen sind unabhängig von Zentralbanken. Das verschafft ihnen gegenüber traditionellen, staatlichen Währungen einen entscheidenden Vorteil. Benötigt ein Staat mehr Geld, um beispielsweise die heimische Wirtschaft zu stützen, überflutet die Zentralbank den Markt häufig mit großen Mengen der eigenen Währung. Hierdurch sinkt jedoch langfristig gesehen der Wert des Geldes. Trotz der seit Jahren lockeren Geldpolitik der EZB betrug die Inflationsrate Ende 2019 zwar lediglich 1,3 %. Ein Blick nach Argentinien zeigt jedoch, was geschehen kann, falls eine schwerwiegende wirtschaftliche Krise eintritt. Mit über 50 % ist die Inflationsrate des argentinischen Peso eine der höchsten der Welt.

Im Gegensatz dazu unterliegen Kryptowährungen strikten Beschränkungen. Derzeit sind z. B. 18 Millionen Bitcoin im Umlauf. Die Rate, mit der neue Bitcoins via Mining erzeugt werden können, ist mathematisch begrenzt und reduziert sich kontinuierlich weiter, bis im Jahr 2140 schließlich die maximale Anzahl von 21 Millionen Bitcoin erreicht wird. Das bedeutet, dass der Bitcoin niemals Opfer einer inflationären Geldpolitik werden kann. Er wird sich damit auch in Zukunft als inflationssichere Anlage eignen. Gleichfalls unterliegen Bitcoins wie alle Kryptowährungen erheblichen Wertschwankungen an den Krypto-Börsen. Diese Aufs und Abs sind der Tatsache geschuldet, dass digitale Währungen oft spekulativ gehandelt werden. Automatisierte Trading-Programme wie beispielsweise Bitcoin Superstar wurden speziell entworfen, um sich diese Wertschwankungen zunutze zu machen.

Nicht jede Kryptowährung bietet den gleichen Inflationsschutz

Neben der Tatsache, dass die Erzeugung neuer Bitcoins durch komplizierter werdende mathematische Berechnungen begrenzt wird, garantiert die maximale Umlaufmenge von 21 Millionen, dass es zu keiner Inflation kommt. Diese Begrenzung existiert jedoch nicht bei jeder Kryptowährung. Ebenfalls weit verbreitete Währungen wie Ether oder EOS haben diese Obergrenze nicht. Bei EOS ist z. B. vom Design her eine jährliche Inflationsrate von bis zu 5 % möglich. Gleichfalls verfügen diese Währungen über andere Vorteile.

Bekannte Kryptowährungen mit maximaler Umlaufmenge sind z.B.:

– Bitcoin (BTC)
– Litecoin (LTC)
– Ripple (XRP)



Blog Top Liste - by TopBlogs.de Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de