Lausitzer Rundschau: Das Ziel im Hintergrund Zum Abwahlverfahren gegen den Forster Bürgermeister

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Schon einmal ist in Forst ein Bürgermeister
abgewählt worden. Dem damaligen Rathauschef Gerhard Reinfeld (CDU)
wurde vorgeworfen, ein Machtsystem aufgebaut und missbraucht zu
haben. Seine Abwahl war so deutlich, dass die CDU erst neun Jahre
später wieder einen Kandidaten aufstellte. Der erfahrene
CDU-Verwaltungsvorstand Sven Zuber, für manche Ziehsohn Reinfelds,
scheiterte gegen Politikneuling Philipp Wesemann (SPD). Doch die SPD
ist mit sechs Stadtverordneten keine Hausmacht, Wesemann hatte kaum
kommunalpolitische Erfahrung außerhalb des Abgeordnetenbüros von
Dietmar Woidke, konnte keine Mehrheiten aufbauen und musste Störfeuer
aushalten. Das geht an die Substanz. Irgendwann braucht die Stadt
eine Entscheidung. Aber dass der Abwahlantrag kurz vor der
Bundestagwahl kommt, dürfte kein Zufall sein. Wer auf Wesemann zielt,
der in einem Förderprogramm seiner Partei war, der trifft auch Woidke
und den SPD-Bundestagskandidaten Ulrich Freese.

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