Maaßen widerspricht Wanderwitz: Ostdeutsche lassen sich nicht bevormunden

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Maaßen widerspricht Wanderwitz: Ostdeutsche lassen sich nicht bevormunden

CDU-Bundestagskandidat kritisiert Hypermoral der Linken

Osnabrück. In der Debatte um die Neigung der Ostdeutschen zu rechtsradikalen Parteien hat der frühere Verfassungsschutz-Chef und jetzige CDU-Bundestagskandidat in Südthüringen, Hans-Georg Maaßen, die Menschen in Ostdeutschland in Schutz genommen. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ NOZ widersprach Maaßen dem Ostbeauftragten der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (ebenfalls CDU), der gesagt hatte, viele Ostdeutsche seien anfällig für rechtsradikale Parteien. Maaßen betonte: „Das würde ich so nicht sagen.“ Die Ostdeutschen hätten vielmehr einen starken Freiheitsdrang und seien „sehr sensibel gegenüber Bevormundung“.

Aufgrund ihrer Diktatur-Erfahrung in der DDR würden viele Ostdeutsche besonders allergisch auf übergriffige Einmischungen oder politisch korrekte Halbwahrheiten reagieren: „Sie haben ein sehr feines Sensorium, das immer dann anschlägt, wenn sie den Eindruck haben, da möchte ihnen jemand den Mund verbieten, oder da wird nicht die Wahrheit gesprochen, oder sie werden belogen, oder man lässt etwas weg.“ Die Ostdeutschen „möchten sich einfach nicht von anderen Menschen vorschreiben lassen, wie sie ihr Leben zu führen haben.“ Das schlage sich dann auch bei Wahlen nieder. Maaßen fügte hinzu: „Dass die radikalen Parteien rechts und links im Osten so stark sind, das nehme ich als Protest wahr, weil die Bedürfnisse der Menschen hier von der Politik nicht so erfüllt werden, wie sie es sich vorstellen.“

Maaßen kritisierte in diesem Zusammenhang auch „eine Hypermoral, die von der Linken wie eine Monstranz vor sich hergetragen wird. Und die nichts mehr mit Moral zu tun hat, wenn sie in das Radikale oder Extreme umschlägt.“ Als Beispiele nannte er etwa Gendersprache und überzogene Aufschläge auf den Benzinpreis.

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Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Maaßen hält Radikale rechts und links für Hauptgegner

CDU-Bundestagskandidat: In der CDU fehlen konservative Köpfe

Osnabrück. Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat der frühere Verfassungsschutz-Chef und jetzige CDU-Bundestagskandidat in Südthüringen, Hans-Georg Maaßen, die AfD als Hauptgegner der Union bezeichnet. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Maaßen: „Ich glaube, der Hauptgegner sind die Radikalen rechts und links.“ Er sei angetreten, um potenzielle AfD-Wähler zu erreichen sowie die klassischen CDU-Wähler an die Union zu binden. Die CDU habe ihre konservativen Wähler vernachlässigt: „Man kann sagen, die konservativen Köpfe, die für eine andere Politik stehen, fehlen, und deshalb können bestimmte Wählergruppen nicht mehr erreicht werden“, klagte Maaßen. Er sagte: „Wenn man Volkspartei sein will, muss man natürlich auch diesen Teil der Bevölkerung, der so denkt, ernst nehmen und repräsentieren.“

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