Mehr als 1000 Nutztiere 2019 von Wölfen in Norddeutschland getötet

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Länder geben Millionen für Prävention und Entschädigung aus – Schon 590 Risse in diesem Jahr

Osnabrück. Wölfe haben im vergangenen Jahr mehr als 1000 Nutztiere in Norddeutschland gerissen. Das berichtet die “Neue Osnabrücker Zeitung” unter Berufung auf Angaben der Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Laut den amtlichen Statistiken kam es demnach im vergangenen Jahr zu nachweislich 371 Wolfsangriffen. Dabei starben 1026 Tiere – überwiegend Schafe, aber auch Gatterwild, Rinder und Pferde.

Die Zahl der von Wölfen getöteten Tiere nahm damit im Vergleich zu 2018 um mehr als 60 Prozent zu. Seinerzeit zählten die Behörden noch 630 durch den Wolf getötete Nutztiere. In diesem Jahr haben Wölfe nach Behördenangaben bereits 590 Nutztiere im Norden gerissen.

Gestiegen sind auch die Ausgaben der Länder im Zusammenhang mit dem Wolf. So wurden im vergangenen Jahr norddeutschlandweit 161.000 Euro an Entschädigungen für betroffene Tierhalter gezahlt. Wird der Wolf als Verursacher ermittelt, haben beispielsweise Schäfer Anspruch auf Schadenersatz. Deutlich höher sind die staatlichen Zuwendungen für Präventionsmaßnahmen wie Zäune: Hier haben die Nordländer im vergangenen Jahr 2,6 Millionen Euro ausgegeben – 2018 waren es noch knapp eine Million Euro. In diesem Jahr werden die Ausgaben wohl über vier Millionen Euro liegen.

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